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Was tun gegen Nervosität? Einfache vegane Hausmittel, die helfen!

Was tun gegen Nervosität? Einfache vegane Hausmittel, die helfen!

Unruhe, Stress, Übelkeit? Gegen Nervosität gibt es einfache vegane Hausmittel, die beim Beruhigen und Entspannen helfen können.

„Wer wird denn gleich in die Luft gehen?“ In einer alten Werbekampagne der 70er Jahre wurde gegen Aufregung, Stress oder Nervosität der Griff zu einer bekannten Zigarettenmarke empfohlen, um sich wieder zu beruhigen. Wir möchten das heute lieber nicht empfehlen, obwohl Tabak nicht grundsätzlich gegen eine vegane Lebensweise verstößt. Aber da viele von uns sich nicht nur dem Tierwohl verpflichtet fühlen, sondern mit total vegan auch ihren Anspruch an eine gesunde und ökologisch nachhaltige Daseinsform verbinden, greifen wir lieber zu veganen Hausmitteln, um unseren Aufregungspegel wieder auf ein normales Maß zu schrumpfen. Einige davon möchten wir Euch mit diesem Artikel kurz vorstellen. Zunächst aber erst mal ein paar grundsätzliche Worte zum Thema Nervosität und Unruhe.

Nervosität kann ganz schön nerven

Gründe für Nervosität gibt es viele. Wer von Euch hat noch nicht mit zittrigen Knien vor einer Prüfung gewartet, Herzklopfen wegen eines Dates gehabt oder gar verschwitzt mit brüchiger Stimme vor einer größeren Gruppe einen Vortrag, eine Präsentation oder ein Referat halten müssen? Auch Bewerbungsgespräche, eine Fahrstunde oder Krisengespräche können uns das Blut in den Kopf steigen lassen und heftige Körperreaktionen hervorrufen. Natürlich ist das von Typ zu Typ verschieden. Manche Menschen haben einfach das Glück, selbst in den unmöglichsten Situationen stets die Ruhe bewahren zu können. Andere gehen eben schon bei der kleinsten Unregelmäßigkeit auf die Palme. Dabei ist Nervosität grundsätzlich etwas Positives und eine ganz normale Reaktion auf Stress. Biologisch ist das von der Natur in uns so angelegt, so kann der Körper schneller auf Gefahrensituationen reagieren. Blöd nur, dass Nervosität, Angst oder innere Unruhe eben nicht nur dann auftreten, wenn wir um unser Leib und Leben fürchten müssen, sondern sich oftmals ganz banal in unseren Alltag schleichen.

Und geradezu ungesund ist es, wenn unser Körper darauf nicht nur mit kurzzeitiger Unruhe und Aufregung reagiert, sondern durch anhaltende oder übersteigerte Nervosität zu stressbedingten oder durch Stress begünstigten Erkrankungen führt. Als Beispiele seien erhöhter Blutdruck, nervöse Magen-Darm-Beschwerden wie Reizdarm und Magengeschwüre, Angst, Angststörungen und Depressionen sowie Schlafstörungen genannt.

Typische Symptome sind beispielsweise:

  • Das Herz schlägt schneller oder unregelmäßig (Herzrasen, Herzrhythmusstörungen)
  • Man atmet wie wild.
  • Man beginnt zu schwitzen.
  • Die Hände zittern.
  • Man fühlt, wie die Augen flattern.
  • Das Gesicht errötet oder man wird ganz blass.
  • Man spürt ein flaues Gefühl im Magen, mitunter Durchfall.
  • Der Körper reagiert mit Unruhe, Zappeligkeit und Hibbeligkeit.
  • Man verspürt einen verstärkten Bewegungsdrang.

Was tun gegen Nervosität?

Bei chronischer, übersteigerter und anhaltender Nervosität empfiehlt sich sicherlich der Gang zum Arzt. Wahrscheinlich wird der dann vorübergehend Medikamente gegen Nervosität verordnen. Das können Antidepressiva, Beruhigungs- oder Schlafmittel sein. Aber Vorsicht: Die chemische Keule macht schnell abhängig und sollte daher nur sehr kurzfristig und unter ständiger ärztlicher Kontrolle verwendet werden.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, gibt es durchaus alternative Wege mit der inneren Unruhe fertig zu werden. Zuallererst empfehlen wir, wie der Volksmund schon sagt: Erst mal tief durchatmen. Probiert es mit Atemübungen, Entspannungstechniken oder Yoga. Meditationen, Gedankenreisen und ähnliches werden in zahlreichen Kursen angeboten und sogar von zahlreichen Krankenkassen (häufig kostenfrei), Volkshochschulen oder Gesundheitszentren angeboten.

Aber natürlich gibt es für alles auch eine vegane Lösung. Schließlich hält die Natur eine ganze Reihe von pflanzlichen Mitteln gegen Nervosität und innere Unruhe bereit, die sich von alters her schon lange bewährt haben. Einige davon möchten wir Euch hier kurz vorstellen.

Ein Tipp vorweg: Verzichtet auf anregende Getränke mit Koffein, das übrigens auch in schwarzem Tee enthalten ist. Besser sind neben den Klassikern Johanniskraut und Baldrian grüne Tees, Kräutertees, beispielsweise Kamille, Melisse oder Fenchel oder Saftschorlen. Ein Liter Buttermilch am Tag soll ebenfalls die Nerven stärken. Auch warme Bäder mit Kräuterzusätzen entfalten eine entspannende Wirkung und helfen Euch so gegen Nervosität.

Veganes Hausmittel gegen Nervosität: Kalifornischer Mohn

Ein schnelles und natürliches veganes Mittel, das entspannt, Angst abbaut und einen leichter einschlafen lässt, ist der kalifornische Mohn, den man auch als Goldmohn kennt. Dazu bereitet Ihr Euch einen Tee aus einem Teelöffel Goldmohn und gebt diesen auf eine Tasse Wasser. 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und mit Agavensirup trinken. Das vegane Hausmittel hilft nicht nur bei Nervosität, sondern kann auch gegen ständige Unruhe mehrmals täglich getrunken werden.

Veganes Hausmittel zum Wohlfühlen: Lavendel

Was ist entspannender als ein heißes Bad? Genau: ein Lavendelbad. Gebt einfach ein paar Tropfen Lavendelöl oder getrockneten Lavendel in das warme Wasser. Es hilft, Blockaden im Körper und der Psyche schnell zu lösen und sorgt für tiefe Entspannung. Versprochen!

Veganes Hausmittel zum Beruhigen der Nerven: Hopfen

Bei akuter Aufregung ist Hopfen und Malz verloren? Ganz im Gegenteil. Um Nervosität effektiv zu überwinden, ist Omas altes Hausmittel immer noch am wirkungsvollsten: Hopfen. Dieses vegane Heilkraut verringert Angst, Unruhe und innere Anspannung. Zudem ist Hopfen auch ein gutes Mittel gegen Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Verdauungsstörungen, Depression oder Kater. Ob vor der Prüfung, dem Gehaltsgespräch oder einer aufregenden Präsentation, trinkt einfach einen Hopfentee! Zubereitet wird der Zaubertrank aus einem Teelöffel getrocknetem Hopfen, den Ihr in eine Tasse heißes Wasser gebt. Dann 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und mit Agavensirup süßen.

Veganes Hausmittel zum Lindern der inneren Unruhe: Orangen

Wer hätte das gedacht. Aber tatsächlich sind Orangen ein äußerst wirksames Mittel beim Auftritt von innerer Unruhe. Der Duft löst die Angst und das Unruhegefühl. Das beginnt schon bei der Zubereitung. Denn das Zerdrücken der Orangenschale setzt einen angenehmen Duft frei, der sich sofort auf die Stimmung auswirkt. Nun einfach einige der Orangeschalen im Raum verteilen oder ein Duftöl verwenden, schon genießt Ihr die vegane, orangene Ruhe.

Veganes Hausmittel zum Entspannen: Kamille

Ein altes Hausmittel, das Ihr wahrscheinlich alle kennt. Was aber schon mal dafür spricht, dass es auch wirkt: Die Kamille. Sie ist eine alte Heilpflanze gegen Stress und Anspannung.
Trinkt am besten mehrmals täglich eine Tasse Kamillentee mit Agavensirup. Ein Teelöffel Kamillenblüten auf eine Tasse heißes Wasser geben und 10 Minuten ziehen lassen. Das schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch noch echt tierisch …äh nee… total veganisch entspannend.

Veganes Hausmittel zum Lösen von Verspannungen: Rosmarin

Wer wieder herunterkommen will, Nervosität abbauen und sich beruhigen möchte, sollte eines unserer wichtigsten Sinnesorgane im Blick haben: unseren Geruchssinn. Hier kommt Rosmarin ins Spiel. Am besten als Duftsäckchen, in einer Duftlampe oder im Tee. Denn vor allem der Duft von Rosmarin beruhigt die Nerven und löst Verspannungen im Körper. Probiert es aus. Für die Zubereitung des Tees nehmt Ihr ca. einen Esslöffel getrockneten Rosmarin und gießt diesen mit 250 ml heißem Wasser auf. Dann 10 Minuten ziehen lassen. Und ganz wichtig: warm genießen.

Und Last but not Least: Kohlenhydrate

Ein schnelles Mittel, um wieder zur Ruhe zu kommen, so wird zudem behauptet, sei es Kohlenhydrate zu essen. Denn Kohlenhydrate setzen Serotonin im Gehirn frei, was wiederum die Stimmung hebt und Körper und Geist entspannt. Empfohlen werden vor allem Kohlenhydrate aus Reis, Nudeln, Kartoffeln und Brot und zwar am besten komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten. Übrigens: Auch Zwiebeln und Knoblauch wird eine beruhigende Wirkung zugesprochen. Von Steak oder Wurst, Fisch, Milch oder Käse haben wir das dagegen noch nie gehört.

Also kurzum: Bleibt entspannt!

In veggies we trust!

Foto: iStock.com/Tinpixels

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