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vegan leben

Was ist vegane Energie?

Was ist vegan Energie?

Sicher werden manche jetzt denken: Was bitte soll denn veganer Strom oder veganes Gas sein? Wie oder warum können Strom und Gas vegan bzw. nicht-vegan sein? Schauen wir uns deshalb einmal die einzelnen Herstellungsprozesse der beiden Energiearten ganz genau an. Ob nun Atomkraft, Kohlenkraft, Windkraft, Wasserkraft, Erdgas, Fracking, klimaneutrales Erdgas oder Biogas – bei genauerem Hinsehen merkt man schnell, dass bei deren Produktion nicht immer alles im Sinne unserer Tiere und der Natur abläuft.

Stromerzeugung

Atomkraft

Seit den 1960er Jahren zählen Atomkraftwerke weltweit zu den wichtigsten Energiequellen und galten lange als sicher, sauber und umweltverträglich. In Atomkraftwerken wird die bei der Kernspaltung freigesetzte Energie genutzt, um Wasserdampft zu erzeugen. Diese Wärmeenergie wird in großen Turbinen in nutzbare elektrische Energie umgewandelt. Atomkraftwerke funktionieren also ähnlich, wie alte Dampfkraftwerke – nur, dass das zur Wärmeerzeugung eingesetzte Material ein anderes ist. Und genau hierin liegt das Problem: denn die radioaktiven Uran-Brennstäbe sind hochgefährlich. Trotzdem ist man immer davon ausgegangen, dass die Atomenergie eine sehr sichere Energie ist. Seit Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima wissen wir aber: Atomkraft ist alles andere als sicher und eher hochgefährlich. Denn Reaktorunfälle können zu enormen Schäden bei uns Menschen, in der Umwelt und vor allem in der Tierwelt führen. Was aus veganer Sicht ebenfalls sehr problematisch erscheint, ist die Abwärme der Kraftwerke, die das Flusswasser erwärmt. Die steigende Wassertemperatur, in den zur Kraftwerkskühlung genutzten Flüssen oder Seen, führt zu einer Störung des biologischen Gewässergleichgewichts und damit zu einem massenhaften Fischsterben.

Unser Fazit deshalb: Atomkraft ist nicht nachhaltig, nicht vegan!

Kohlekraft

Braunkohle wird heutzutage ausschließlich im Tagebau abgebaut. Die wertvolle Kohle liegt dabei meist tief unter dicken Schichten von Sand, Kies und Ton begraben. Mit extrem großem technischem Aufwand muss dieses Deckgebirge zunächst aus dem Weg geschaufelt werden. Gleichzeitig müssen riesige Mengen Grundwasser umgepumpt werden, was zu einem Absinken des Grundwasserspiegels führt. Die Folge: das häufig im Gestein enthaltene Pyrit wandelt sich beim Kontakt mit Sauerstoff zu Eisenhydroxid und Sulfat um, wodurch die Sulfatbelastung der Flüsse ansteigen kann. Darüber hinaus werden durch den Tagebau großflächig ganze Landschaften und Wälder zerstört – und damit heimischen Wildtierarten ihr wichtiger Lebensraum genommen.

Unser Fazit deshalb: Kohlekraft ist nicht nachhaltig, nicht vegan!

Windkraft

Grüner Strom wird in Deutschland immer mehr durch Windkraft gewonnen. Doch so klimafreundlich ihr Strom auch sein mag, aus veganer Sicht ist gerade die Windenergie eine sehr problematische Energiequelle. Immer größere Windparks entstehen derzeit an der Grenze zu Naturschutzgebieten oder mitten im Meer vor der Deutschen Küste. Dadurch kann das empfindliche Ökosystem besonders im Wattenmeer erheblich gestört und die dort lebenden Meerestiere aus ihrem natürlichen Lebensraum vertrieben werden. Aufgrund des sogenannten Vogelschlags kann es darüber hinaus durch die sich schnell drehenden Rotoren, sowohl über Land wie auch über Wasser, zu tödlichen Kollisionen mit den Windrädern kommen – speziell bei Fledermäusen, Greifvögeln und Seevögeln. Auch der sogenannte Eisschlag wird von Experten immer mal wieder als Risiko für die Tierwelt diskutiert. Abplatzende Eisschichten, die bei extremen Minusgraden von den Rotoren auf den Boden geschleudert werden, können die in der Nähe der Anlagen lebenden Wildtiere schwer verletzen oder sogar töten. Unser

Fazit deshalb: Windkraft ist nicht nachhaltig, nicht vegan!

Wasserkraft

Die Wasserkraft ist ein wesentliches Standbein der Energiewende in Deutschland und liefert besonders kostengünstigen Ökostrom. Wasserkraft verursacht keinerlei schädliche Emissionen, die unsere Gesundheit oder unsere Umwelt gefährden könnten. Im Prinzip ist Wasserkraft also eigentlich eine sehr grüne Energiequelle. Doch leider hat auch die Wasserkraft ihre Schattenseiten. Denn bei besonders großen Anlagen sind teils extreme Eingriffe in die Natur mit großen Erdbewegungen notwendig. Ein Staudamm kann darüber hinaus ganze Landstriche austrocknen lassen. Aber es gibt bei der Wasserkraft ein noch viel größeres veganes Problem: wird durch sie in den Lauf von Flüssen eingegriffen, können die Kraftwerke und ihre Turbinen zur tödlichen Falle für Fische wie Aale und Lachse werden. Gleichzeitig können Staudämme oder Wehre aber auch dazu führen, dass die Fische ihre Laichplätze nicht mehr erreichen und sich infolge dessen nicht mehr vermehren. Auch Fischtreppen schaffen hier übrigens leider noch keine zufriedenstellende Abhilfe.

Unser Fazit deshalb: Wasserkraft ist nachhaltig, aber nicht vegan!

Sonnenenergie

Die Nutzung der Sonne zur Erzeugung von Energie hat eine ganze Reihe von Vorteilen. Sonnenenergie ist praktisch unbegrenzt verfügbar. Sie macht uns unabhängig von fossilen Brennstoffen, lässt sich sehr gut dezentral einsetzen, ist umweltfreundlich, klimaneutral und unterstützt die Energiewende. Photovoltaik-Anlagen haben darüber hinaus eine hohe Lebensdauer und können nahezu überall dort, wo die Sonne ausreichend scheint, schnell und unproblematisch errichtet werden. Und: Photovoltaik-Anlagen gefährden in keiner Weise den Lebensraum von Tieren oder das Leben der Tiere selbst. Unser Fazit deshalb: nachhaltig und vegan! Aus diesem Grund beziehen wir unseren veganen Strom zu 100% aus europäischen Photovoltaik-Anlagen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen: wer sich veganen Strom wünscht, der kommt an Ökostrom aus Sonnenenergie nicht vorbei. Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang jedoch, dass die Photovoltaikanlagen ihren Standort in Europa haben, da hier die Bestimmungen zum Umweltschutz deutlich schärfer sind, als im nichteuropäischen Ausland.

Gaserzeugung

Erdgas

Wenn es um Gas zum Heizen und Kochen geht, dann fällt einem natürlich zuerst Erdgas ein. Erdgas gilt als umweltfreundlich, da bei seiner Verbrennung weniger Kohlendioxid entsteht, als beispielsweise bei Ölheizungen. Zudem verbrennt Erdgas nahezu rußfrei und ist völlig ungiftig. Da es außerdem einen höheren Brennwert als andere Energieformen besitzt, ist Erdgas auch ein sehr effizienter Energieträger. Erdgas wird in der Regel überwiegend in Russland, Norwegen, Großbritannien, den Niederlanden sowie Dänemark gefördert und nach Deutschland transportiert. Aus veganer Sicht ist es aus diesem Grund kaum empfehlenswert. Denn der Pipelinebau – insbesondere beim Einsatz von Unterwasserpipelines wie der Nord Stream Pipeline in der Ostsee – hat empfindliche Auswirkungen auf die Tierwelt an Land sowie im Meer. Neben der Gefahr von Schäden bei der Verlegung, kann es bei Pipelines auch zu einer möglichen Gasleckage kommen. Das austretende Gas würde in diesem Fall zu einem massenhaften Sterben der Land- bzw. Wasserbewohner führen.

Unser Fazit deshalb: Erdgas ist nicht nachhaltig, nicht vegan!

Fracking

Um dem stetig wachsenden Energieverbrauch unserer modernen Welt zu begegnen, ist die Energieindustrie ständig auf der Suche nach neuen Energielösungen. Eine, über die aktuell recht heftig gestritten wird, ist das sogenannte Fracking. Beim Fracking wird ein Flüssigkeitsgemisch aus Wasser und verschiedenen chemischen Additiven in tiefe Gesteinsschichten gepumpt, um diese aufzuspalten und das darin eingeschlossene Erdgas freizusetzen. Ein Vorgang, der aus veganer Sicht in vielerlei Hinsicht extrem negativ erscheint. Neben den zahlreichen klimaschädlichen Nachteilen des fossilen Brennstoffs Erdgas hat Fracking auch teils extreme Folgen für die Umwelt sowie für die Tiere, die in ihr Leben. Beim Fracking können ungewollt Risse in Gesteinsschichten gesprengt werden. Durch diese gelangen dann giftige oder salzige Flüssigkeiten sowie Methangas ins Grundwasser und können dieses nachhaltig kontaminieren. Gleiches gilt übrigens auch für Bohrungen, die direkt durch Grundwasserspeicher führen. Ein weiteres Problem: das giftige Fracking-Wasser verbleit mitunter lange Zeit im Boden, da es nicht komplett aus der Bohrung zurückgeholt werden kann. An der Oberfläche wiederum können giftige Fracking-Flüssigkeiten, beispielsweise aus undichten Leitungen, den Boden langfristig verseuchen und so für Mensch und Tier unbrauchbar machen.

Auf Grund der sehr großen Auswirkungen auf die Umwelt fällt unser Fazit deshalb ganz klar aus: Fracking ist auf gar keinen Fall nachhaltig, auf gar keinen Fall vegan!

Klimaneutrales Erdgas

Klimaneutrales Erdgas, das aktuell verstärkt in Vergleichsportalen angeboten wird, ist im Prinzip nichts anderes, als eine klassische Mogelpackung. Denn durch den Zukauf von Zertifikaten wird hierbei lediglich eine CO2-Neutralität des ansonsten normalen Erdgases erreicht. In Bezug auf seine Förderung, seine Herkunft und damit auch in Bezug auf die Pipeline-Problematik, ist klimaneutrales Erdgas deshalb wie normales Erdgas zu bewerten.

Unser Fazit deshalb: klimaneutrales Erdgas ist nicht nachhaltig, nicht vegan!

Biogas

Biogas klingt erst einmal gut und vor allem nach einer sehr ökologischen Art der Energiegewinnung. Biogas entsteht durch die Vergärung von biologischen Abfällen, der sogenannten Biomasse, und ist klimafreundlich. Bei der Verbrennung von Biogas wird kein über Jahrmillionen gebundenes CO2 freigesetzt, das die Atmosphäre zusätzlich belasten würde. Bei Biogas ist der CO2-Kreislauf deutlich kürzer: denn es setzt nur CO2 frei, das noch vor kurzer Zeit in der Luft war und von der Biomasse aufgenommen wurde. Biogas kann zudem auch je nach Bedarf erzeugt werden und muss deshalb nicht zwischengelagert werden. Leider jedoch hat Biogas auch einige gravierende Nachteile, die es in der veganen Betrachtung recht uninteressant macht. Da für die Produktion der eingesetzten Energiepflanzen vermehrt landwirtschaftliche Anbauflächen genutzt werden, fallen diese für die Produktion von Nahrungsmitteln weg. Zudem wurde und wird hauptsächlich Mais als Biomasse eingesetzt, was in den vergangenen Jahren bereits zu einem Anstieg der Maisanbaufläche führte und damit zu großflächigen Monokulturen mit nährstoffarmen Böden. Der intensive Anbau und der gleichzeitige Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln hat zudem negative Auswirkungen auf die Qualität des Grundwassers und die Artenvielfalt. Als Biomasse werden darüber hinaus neben pflanzlicher Biomasse auch tierische Abfälle und Gülle verwendet, die häufig aus der Massentierhaltung stammen.

Unser veganes Fazit deshalb: Biogas ist recht nachhaltig, aber eben nicht vegan!

Biogas aus Zuckerrübenschnitzel

Zuckerrübenschnitzel sind nichts anderes, als Abfall aus der Zuckerproduktion. Um den Zucker aus der Zuckerrübe zu extrahieren, werden die Rüben nach der Reinigung zunächst in schmale Schnitzel geschnitten. Diese Schnitzel werden in 70°C heißem Wasser eingemaischt, wodurch sich der enthaltene Zucker aus ihnen herauslöst. Anschließend wird das so entstandene Zuckerwasser weiterverarbeitet und die ausgekochten Schnitzel können als Abfall weiterverwendet werden, zum Beispiel für die Produktion von Biogas. Das bietet sich an, da die Zuckerrübe einen hohen Brennwert besitzt. Zuckerrüben sind zudem sehr widerstandsfähig und verkraften Witterungsschwankungen recht gut – nahezu ohne den Einsatz von Düngern oder Pflanzenschutzmitteln. Die Verwendung des Zuckerrübenabfalls hat darüber hinaus keine Auswirkungen auf den Nahrungsmittelmarkt, da der wichtige Zucker aus ihr ja bereits vorher gewonnen wurde. Zuckerrüben in der Fruchtfolge wirken zudem einer Monokultur und der Auslaugung des Bodens entgegen. Für unser veganes Biogas haben wir einen Hersteller gefunden, der uns garantiert, zu 100% reine Zuckerrübenschnitzel für seine Gasproduktion zu verwenden. Außer den bereits verwerteten Zuckerrübenschnitzeln landet also sonst nichts in den Fermentern seiner Biogasanlagen. Da das so entstandene Biogas direkt vor Ort in das Leitungsnetz eingespeist wird, hat die heimische Tierwelt hier auch nicht unter den negativen Folgen des Pipelinebaus zu leiden.

Unser Fazit deshalb: Biogas aus Zuckerrübenschnitzel ist besonders nachhaltig und besonders vegan!

Die Wahl des Energieanbieters hat also einen großen Einfluss auf eine nachhaltig vegane Lebensweise. Deshalb: wer wirklich zu 100% vegan Leben möchte, der wechselt jetzt am besten direkt mit Strom und Gas zu vegawatt! Der Umwelt zu Liebe – und für das Wohl unserer Tiere.

vegan-leben-Übersicht

  • Strom
  • Gas

Ihr veganer Stromtarif

  • 1 Pers.: 1.500 kWh
  • 2 Pers.: 3.000 kWh
  • 3 Pers.: 4.500 kWh
  • 4 Pers.: 6.000 kWh
  • 5 Pers.: 7.500 kWh
  • 6 Pers.: 9.000 kWh

Ihr veganer Gastarif

  • 30 m²: 3.000 kWh
  • 60 m²: 6.000 kWh
  • 90 m²: 9.000 kWh
  • 120 m²: 12.000 kWh
  • 150 m²: 15.000 kWh
  • 180 m²: 18.000 kWh