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vegan leben

Vegane Hotels – hier liegt Ihr richtig!

Vegan im Urlaub oder auf der Geschäftsreise – das war in den vergangenen Jahren nicht immer ganz einfach. Wir helfen Euch bei der Vorbereitung und der Suche.

Mit Schrecken denken wir an unseren ersten veganen Urlaub zurück. Damals gingen wir völlig unvorbereitet auf die Reise und dachten uns auch nichts dabei. Nach dem Motto „wir werden uns schon irgendwie durchschlagen – Gemüse, Obst oder Brot gibt es schließlich überall“ buchten wir also einfach genauso wie wir es schon in den Jahren zuvor gemacht hatten und fielen damit ordentlich auf die Nase.

Inzwischen gehen wir wesentlich professioneller an die Sache. Denn wenn auch das Angebot an veganen Hotels, Unterkünften und Restaurants in den letzten Jahren enorm zugenommen hat, gehört doch ein gewisses Maß an Vorbereitung dazu, um einen veganen Urlaub oder eine vegane Reise tiergerecht und mit gutem Gewissen durchziehen zu können. Wir haben für Euch ein paar Tipps zusammengesucht, damit Euer veganer Trip nicht wie bei uns zum Abenteuerurlaub wird.

So wenig wie möglich dem Zufall überlassen

Okay, Ihr könnt ins Reisebüro gehen, Euer Wunschland, Euer Wunschhotel und Eure Wunschverpflegung angeben und Euch von den netten Reisebüromitarbeitern das perfekte vegane Urlaubspaket zusammenstellen lassen. Das funktioniert inzwischen tatsächlich und ist die eine Möglichkeit.

Wenn Ihr Eure Reise jedoch lieber selbst organisieren wollt oder aus finanziellen Gründen auch müsst, und wenn Ihr nicht vorhabt, die ganze Zeit zum Beispiel nur im Hotel zu verbringen, dann geht an einer gründlichen Recherche zunächst einmal kein Weg vorbei.

Entscheidend ist dabei natürlich auch, wo’s überhaupt hingehen soll. Deutschlandtouren sind in der Regel kein Problem mehr. Ihr kennt Eure Supermärkte, es gibt ausreichend vegane Restaurants oder Hotels und Ihr habt kein Problem mit den Gepflogenheiten oder der Sprache.

Andere Länder, andere Sitten

Plant Ihr dagegen eine Auslandsreise, dann solltet Ihr Euch als erstes über typische und gängige Speisen im Gastland informieren. Wahrscheinlich ist darunter das eine oder andere leckere vegane Gericht, das Ihr dann problemlos vor Ort bestellen könnt. Viele nützliche Informationen findet ihr auch bei veganen Reisebloggern, die Restaurants vorstellen oder landesspezifische Tipps geben. Wir raten Euch auch, einen Reiseführer speziell für Veganer zu kaufen, davon gibt es inzwischen schon einige.

Prinzipiell werdet Ihr es in Großstädten wesentlich leichter haben ein gutes veganes Angebot zu finden als auf dem flachen Land. Als besonders veganerfreundlich gelten zum Beispiel New York, Los Angeles, Toronto, London, aber auch Tel Aviv und Warschau. Während Osteuropa eher als fleischlastig gilt, ist die asiatische Küche dafür bekannt, mit viel Gemüse zu kochen. Nicht nur deshalb sind Ziele wie Thailand, Taiwan, Bali oder Indien bei Veganern besonders beliebt.

Aber egal, wo Ihr auch unterwegs seid, wir würden stets raten, Euch ausreichend mit veganen Snacks auszustatten. Ob am Flughafen, am Strand oder beim Ausflug zu irgendeiner Sehenswürdigkeit, ein paar Nüsse oder Müsliriegel helfen gegen den aufkommenden Hunger, wenn ansonsten nichts Essbares aufzutreiben ist, das man als Veganer mit gutem Gewissen zu sich nehmen kann.

Auch ist es empfehlenswert, besser von zu Hause die Kosmetikartikel mitzunehmen. Schließlich könnt Ihr nie wissen, ob die Hotelshampoos und Seifen tatsächlich tierfrei sind beziehungsweise ohne Tierversuche hergestellt worden sind.

Und weil man nicht immer mit seinem Schulenglisch durchkommt, hat sich für uns auch der „Vegan Passport“ als nützliche Hilfe erwiesen. Dieser macht Euch das Bestellen einfach, denn darin ist in über 70 verschiedenen Sprachen unter der Überschrift „Ich bin Veganer/Veganerin / Wir sind Veganer/Veganerinnen“ detailliert erklärt, was das bedeutet, und dass man bitte gerne eine entsprechende Mahlzeit hätte. Schließlich gibt es zahlreiche Regionen auf der Welt, in denen das Wort „vegan“ noch weitgehend unbekannt ist. Inzwischen gibt es auch praktische Apps, die Euch ganz gut durch den Sprachdschungel führen.

Ein Zimmer bitte – aber vegan natürlich!

Wenn Ihr Euch im Urlaub oder auf Euren Reisen nicht selbst verpflegen wollt, also zum Beispiel über Airbnb eine Ferienwohnung bucht oder gar zu campen beabsichtigt, müsst Ihr in der Regel auf Hotelsuche gehen.

Auch hier habt Ihr im Grunde zwei Möglichkeiten. Ihr entscheidet Euch für ein ganz normales Hotel. Dann solltet Ihr allerdings vorab zumindest bei der Verpflegung Eure „Extra-Wünsche“ anmelden. Sich ausschließlich auf das große Buffet zu verlassen, in der Hoffnung, es wird schon was dabei sein, kann durchaus zu Enttäuschungen führen. Auch das ständige Nachfragen, was denn da oder da so drin ist, kann auf Dauer nervig werden. Deshalb lieber bei der Buchung ein paar Sonderwünsche äußern. In der Regel gehen die meisten Hotels gerne darauf ein und stellen Euch einen Speiseplan zusammen.

Wer keine Lust hat, seine veganen Speisen zwischen der Käse- und Wurstplatte herauszupicken, für den ist zu empfehlen, von Anfang an in einem veganen Hotel einzuchecken. Bequemer ist es allemal. Tatsächlich hat sich hier das Angebot in den letzten Jahren enorm ausgeweitet. Ob vegan, vegetarisch, laktose- oder glutenfrei: Viele Hotels bieten ein auf Eure individuellen Ernährungsbedürfnisse abgestimmtes Sortiment.

Wo vegane Hotels?

Im Internet findet Ihr unter dem Stichwort „vegane Hotels“ bereits eine super Auswahl. Zudem gibt’s dort auch einige vegane Bestellplattformen, die sich auf diesen Bereich spezialisiert haben und mit ihrer Auswahl Eure Erwartungen in jeder Kategorie erfüllen werden.

Die Hotelkooperation und Internetseite „VeggieHotels“ beispielsweise führt ausschließlich 100prozentige vegetarische Hotels und Pensionen auf. Dazu gehört auch mit „VeganWelcome“ ein eigenes Web-Portal. Inzwischen sind bereits über 300 Hotels und Pensionen aus über 60 Ländern Mitglied bei VeggieHotels und VeganWelcome. Die Bandbreite der Hotels reicht von trendigen Cityhotels in den veganen Hotspots Berlin und London bis zum ganzheitlichen Gesundheitsresort auf Bali mit Kochkursen oder Yoga-Angeboten. Da hier besonders Wert auf kreative vegetarische und vegane Küche gelegt wird, sind diese Häuser allerdings nicht immer ganz günstig.

Grundsätzlich solltet Ihr Euch, egal ob auf diesem Portal oder einer anderen veganen Bestellplattform, trotzdem lieber frühzeitig umsehen. Denn vegane Hotels und Pensionen werden zwar täglich mehr. Allerdings werden auch die Veganer und Veganerinnen, die sich für solche Angebote interessieren, täglich mehr. Und wie es im Leben leider so ist: Wer zuerst bucht, darf eben auch zuerst seinen Urlaub in einem dieser begehrten Resorts genießen.

Habt Ihr vielleicht schon das vegane Traumhotel gefunden und möchtet es mit Eurer veganen Community teilen? Dann schreibt uns. Wir freuen uns auf jede neue Empfehlung!

In veggies we trust!

Foto: iStock.de/grinvalds

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Team von vegawatt
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