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vegan leben

Vegane Bambuszahnbürsten. Gut für Umwelt und Zähne.

Bambuszahnbürsten sind auf dem Vormarsch. Wir zeigen Euch, welche Vorteile die tierfreundliche Alternative gegenüber Kunststoffzahnbürsten bietet.

Wir haben Euch bereits ausführlich über vegane Zahncremes informiert. Auch einen eigenen Artikel zum Thema „Zähne putzen“ und „vegane Zahnhygiene“ findet Ihr in unserem Blog. Bleibt noch ein Thema, um das Ganze abzurunden. Genau, die Zahnbürste. Hier und heute wollen wir uns dabei aber mit einer ganz besonderen Zahnbürste beschäftigen. Eine, die Ihr bislang wahrscheinlich noch in keinem Drogeriemarkt gefunden habt: die vegane Bambuszahnbürste.

Es würde uns auch nicht wundern, wenn viele von Euch bislang nicht einmal wussten, dass es so etwas überhaupt gibt. Auch für uns war die vegane Zahnbürste prinzipiell schon mal relatives Neuland. Wir hatten bislang lediglich zwischen elektrischer und eben normaler Handzahnbürste unterschieden. Und klar haben wir davon gehört, dass es auch Leute gibt, die nur die Finger benutzen oder ausschließlich auf Zahnseide zurückgreifen oder irgendwelche exotischen Blätter kauen. Doch die meisten von uns haben bislang sicherlich mit einem mehr oder weniger schlechten Gewissen mangels echter Alternative zu den Plastikbürsten gegriffen. Ob elektrisch oder Handbürste macht dabei logischerweise unter Umwelt- und Nachhaltigkeitsgesichtspunkten keinen Unterschied.

Umso begeisterter waren wir nun von den Bambusbürsten. Also, was hat es damit auf sich? Welche Vorteile bietet so eine Bürste im Vergleich zu herkömmlichen Bürsten. Wo bekommt man die Dinger, und was kostet der Spaß? Ja, taugen die überhaupt was, oder hat das Ganze irgendeinen Haken? Bitteschön: Wir haben für Euch recherchiert und Folgendes herausgefunden.

Bambuszahnbürsten sind pure Natur

Für die Nicht-Biologen oder Nicht-Geologen unter uns: Bambus ist eine Holzart. Genau genommen ist Bambus natürlich eher ein Süßgras, das als verholztes Gras in Form von Halmen wächst. Was Bambus aber für uns so interessant macht, er gehört zu den am schnellsten nachwachsenden Pflanzen und ist schon deshalb keine bedrohte Holzart. Außerdem verfügt Bambus über zahlreiche Eigenschaften, die für die Herstellung von Holzzahnbürsten perfekt geeignet sind.

So ist Bambus zum Beispiel extrem flexibel und besonders leicht formbar. Außerdem müssen bei der Produktion der Bambuszahnbürsten keine Zusatzstoffe beigefügt werden. Denn Bambus ist ein naturgemäß stabiles Gewächs.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt für die Ästheten unter Euch: Bambuszahnbürsten sehen auch noch echt cool aus und bringen einen Schuss Natur ins Badezimmer. Da die Verarbeitung total schonend verläuft, wird die hölzerne Struktur nicht zerstört. Dadurch bleibt die individuelle Maserung erhalten und so sieht am Ende jede Bürste ein wenig anders aus. Wie eben auch jeder Baum anders aussieht.

Bambuszahnbürsten sind vegan

Noch wichtiger für uns als das Aussehen ist allerdings der vegane Aspekt. Wir wissen alle, gerade im Kosmetik-und Arzneimittelbereich kommt kaum ein Produkt ohne Tierversuche auf den Markt. Das ist – so pervers es für Euch jetzt auch klingen mag – auch im Bereich der Zahnpflege der Fall und auch bei den herkömmlichen Zahnbürsten häufig gang und gebe.

Die Bambuszahnbürsten werden dagegen nicht durch Tierversuche auf Verträglichkeit und Wirkung getestet. Auch enthalten sie garantiert keine tierischen Bestandteile, weder beim Gestell noch bei den Borsten. So sind die Bambuszahnbürsten zum Beispiel nicht mit Schweineborsten bestückt, wie es normalerweise üblich ist. Die meisten Hersteller der veganen Bambuszahnbürsten verwenden vielmehr Naturborsten oder nutzen Nylon 4, einen Biokunststoff. Was übrigens auch den Zähnen zugutekommt. Denn diese Borsten sind wesentlich weicher und schädigen deshalb den Zahnschmelz und das Zahnfleisch nicht.

Bambuszahnbürsten sind umweltschonend

Vegane Bambuszahnbürsten halten genauso lange wie herkömmliche Plastikzahnbürsten. Empfohlen wird in der Regel nach 3 – 4 Monaten wieder eine neue Bürste zu kaufen (wir hoffen, Ihr haltet Euch eh schon daran). Jetzt kommt aber der wichtige Unterschied. Während so eine Plastikzahnbürste sage und schreibe etwa 450 Jahre bis zur endgültigen Zersetzung braucht, könnt Ihr Eure Bambuszahnbürste einfach in die Biotonne geben, wo sie sich in kürzester Zeit zersetzt. Wir denken, das sagt eigentlich schon alles. Schließlich wachsen unsere Plastikberge nicht nur auf den städtischen Müllbergen, sondern verseuchen immer stärker unsere Umwelt, vor allem die Weltmeere.

Und da Bambus so schnell wächst und so widerstandsfähig ist, werden für den Anbau auch keine Düngemittel und Pestizide eingesetzt. Von Natur aus ist das Gewächs einfach extrem anpassungsfähig und unempfindlich. Und auch das haben wir recherchiert: Auch der Anbau hat keine nachteiligen Auswirkungen auf die Tierwelt. Nicht einmal die Pandabären, deren Hauptnahrungsmittel Bambus ist, werden durch die Ernte des Holzes gefährdet, weil es einfach ausreichend Bambus gibt.

Bambuszahnbürsten schonen die Zähne und das Zahnfleisch

Abgesehen davon, dass zu viel Plastik in der Umwelt schon mal richtiger Mist ist. Noch blöder ist Plastik in Eurem Körper. Denn habt Ihr Euch schon mal Gedanken darüber gemacht, wie es sich auswirken könnte, wenn Ihr bis zu dreimal am Tag für jeweils mindestens 3 Minuten mit so einem Plastik-Dings in Eurem Mund herumwühlt?

Das Risiko ist nicht von der Hand zu weisen: Beim Gebrauch einer Plastikbürste gelangen Mikropartikel (kleinste Plastikteile) in den menschlichen Organismus. Und nicht nur Mikroplastik setzt Eurem Körper zu. Auch die Zusammensetzung mit BPA (Bisphenol A), eine chemische Verbindung, kann sich schädigend auswirken. Zahnbürsten aus Bambus sind dagegen Produkte aus der Natur und benötigen die hochgradig gefährlichen Zusätze nicht.

Und auch mit den Borsten punkten die Bambuszahnbürsten eindeutig gegenüber den Kunststoffbürsten. Die Naturborsten – häufig bestehend aus Aktivkohle – neutralisieren negative Ionen und Bakterien im Mundraum und beugen Zahnschäden, Entzündungen und anderen Beschwerden vor.

Als Alternative zur medizinischen Kohle für Borsten gibt es Nylon 4 (Biokunststoff). Der Stoff zeichnet sich durch hervorragende Flexibilität aus, wodurch die Borsten weich auf den Zähnen liegen. Dadurch werden Zahnschmelz und Zahnfleisch geschont. Zudem werden empfindliche Zähne nicht übermäßig gereizt, wie es bei normalen Plastikborsten der Fall ist.

Bambuszahnbürsten sind stabil

Die Umwelt- und Tierfreundlichkeit sind also schon mal ganz offensichtliche Faktoren, die für die Verwendung von Bambuszahnbürsten sprechen. Deswegen soll an dieser Stelle auch noch mal die Frage nach Tauglichkeit und Qualität der alternativen Bürsten gestellt werden. Und auch hier können wir eigentlich nur Bestnoten verteilen.

Zuallererst: Bambuszahnbürsten sind keine Massenware. Sie werden also auch nicht in Billigfertigung hergestellt, sondern sind vielmehr Qualitätsprodukte. Weil das Material gut zu verarbeiten und dehnbar ist, sind sie auch genauso stabil wie ihre Kunststoffkonkurrenz. Allerdings sind sie wesentlich leichter, flacher, schmaler und griffiger, was zum Beispiel die Führung beim Putzen vereinfacht.

Zudem ist erwiesen, dass sich in Plastik kleinste Schmutzpartikel festsetzen, die beim Putzen wiederum im Mund zurückbleiben können. Und wie Ihr sicherlich schon häufig festgestellt habt, verbiegen sich die Borsten bei Kunststoffzahnbürsten meist schon nach wenigen Wochen. Das sieht meist nicht nur ekelig aus, sondern vermindert natürlich auch erheblich die Pflegewirkung. Mit den Aktivkohleborsten einer Bambuszahnbürste passiert das nicht.

Bambuszahnbürsten sind nicht teuer

Kurzum: Bambuszahnbürsten stehen den Bürsten herkömmlicher Modelle in nichts nach. Wir würden sie qualitativ und optisch sogar höher einstufen. Natürlich sind sie etwas teurer als die Massenware aus dem Supermarkt, aber alles andere als unerschwinglich. Berücksichtigt man zudem den Umweltfaktor und den veganen Aspekt, dann würden wir hier von einem fairen Preis-Leistungsverhältnis sprechen. Sparen könnt Ihr zudem, wenn Ihr die Bürsten in Sets kauft – ob für die ganze Familie oder als Jahrespackung. Es gibt zum Beispiel auch extra bunte Varianten für Kinder. Ihr findet schon eine relativ große Auswahl im Internet und mit etwas Glück auch in dem einen oder anderen Bio-Markt.

Wer also beim Putzen nicht mit toten Tieren in Berührung kommen will und sichergehen möchte, dass auch keine Tierversuche im Spiel waren, wer seinen Mundraum sauber halten und seine Zähne gerne sanft und schonend reinigen möchte, wer einen kleinen persönlichen Beitrag zu weniger Plastikmüll leisten will und auch den eigenen Mundraum von Plastik möglichst frei halten möchte und zu guter Letzt auch noch seinem Bad mit einer individuellen Holzbürste neuen Glanz verleihen will, macht mit einer veganen Bambuszahnbürste im Grunde alles richtig.

Klingen wir zu euphorisch? Dann schreibt uns doch, welche Erfahrungen Ihr mit der veganen Bambuszahnbürste gesammelt habt.

In veggies we trust!

Foto: iStock.de/locknloadlabrador

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