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Vegane Babypflege: schonend für Haut und Tier.

Vegane Babypflege: schonend für Haut und Tier.

Wenn es um die sinnvolle Hautpflege unserer Babys geht, müssen wir uns als Veganer keine Gedanken machen. Warum, verraten wir Euch hier!

Über Sinn oder besser gesagt Unsinn von Kosmetik und Tierversuchen haben wir in unserem Blog bereits in verschiedenen Artikeln hingewiesen. Ebenso auf das Thema vegane Hautpflege bei Kindern. All das, was wir dort erwähnt haben, trifft auf das Thema vegane Babypflege natürlich erst recht zu. Sogar in noch viel stärkerem Maße. Weder wollen wir unsere Babys mit toten Tieren einschmieren, noch ist es irgendwie nachzuvollziehen, warum Tiere elendig bei Tierversuchen gequält und massakriert werden sollten, nur damit später bei Babys durch unsinnige Pflegeprodukte Allergien hervorgerufen werden oder das natürliche Immunsystem durcheinandergebracht wird.

In unserem Freundeskreis spielt dieses Thema deshalb inzwischen auch eine immer größere Rolle. Interessanterweise sogar vermehrt bei den Nicht-Veganern. Denn es ist allzu offensichtlich: Wer sich einfach mal so auf einen Streifzug durch die Babyabteilung in einen ganz normalen Drogeriemarkt begibt, wird zuallererst von einem Überangebot an Babypflege- und Kosmetikprodukten erschlagen – wozu wir hier auch mal Seifen, Shampoos, Cremes, Öle, Puder etc. dazurechnen. Bei einem kurzen Blick auf die Etiketten finden wir dann nicht selten den kompletten Giftschrank an chemischen und synthetischen Inhaltsstoffen, den wir selbst den fittesten Erwachsenen nicht zumuten würden. Kein Wunder also, dass selbst Nicht-Veganer ausgesprochen sensibel reagieren und sich verstärkt im Bereich der veganen Naturkosmetik bzw. der veganen Biokosmetik-Abteilung umsehen.

Chemiefrei und tierversuchsfrei – was sonst?

Tatsächlich gibt es nicht ein einziges Argument, dass gegen eine chemiefreie und tierversuchsfreie vegane Babypflege spricht. Auch konnte uns bislang niemand erklären, warum in irgendeinem Kosmetikartikel für Babys tierische Inhaltsstoffe enthalten sein müssen. Hier gibt es für uns kein Wenn und Aber, sondern eigentlich nur eine Antwort: je natürlicher, umso besser! Lieber weniger als mehr! Und eigentlich am besten so wenig wie möglich davon!

Denn kritischer als die Frage, ob vegane Pflegeprodukte für unsere Babys sinnvoll sind, ist die Frage, ob kosmetische Pflege bei Babys überhaupt notwendig ist. Unsere Auffassung: Von Natur aus sind Babys grundsätzlich schon mit der tollsten Haut überhaupt ausgestattet. Sind sie gesund, so kann man daher die Pflege auf ein Minimum reduzieren und ausschließlich mit dem arbeiten, was die Natur ohnehin für unsere Kleinsten vorgesehen hat: Wasser, Luft und Liebe.

Und wenn schon Pflegeprodukt, dann natürliche Öle. Denn Babyhaut ist nicht nur besonders zart und weich, sondern auch empfindlich. Also warum sie dann unnötig mit der Chemiekeule bearbeiten? Das Problem: Da die Babyhaut wesentlich dünner ist, können Inhaltsstoffe schneller in den Körper gelangen. Dies führt einerseits dazu, dass die Haut austrocknet, zum anderen können die in den Pflegeprodukten enthaltenen synthetischen Farb- und Duftstoffe zu allergischen Reaktionen bis hin zu sich langfristig verfestigenden Allergien führen. Einigen Inhaltsstoffen wird sogar eine krebserregende Wirkung nachgesagt.

Kommen wir deshalb lieber zu den Fragen, die auch die Diskussionen in unserem Freundeskreis bestimmen: Welche ist nun die richtige Pflege für die Babyhaut? Was ist besser, baden oder waschen? Wie oft sollen Babys überhaupt baden? Was ist von Feuchttüchern zu halten? Und nicht zuletzt: was machen bei wundem Po?

Das beste Mittel für Baby-Haut: Wasser

So simpel es klingt, so natürlich und einfach ist es auch. Die Natur stellt im Grunde alles bereit, was ein Baby in den ersten Monaten braucht. Ob Ihr beim Windeln wechseln den Po säubern wollt oder das Kind abends wascht, im Prinzip ist Wasser in den ersten Monaten für die Körperpflege bei gesunder Babyhaut völlig ausreichend. Bei Vollbädern könnt Ihr gerne auch ein paar Tropfen Muttermilch oder auch Mandelöl hinzugeben. Auf Badezusätze oder Seifen solltet Ihr dagegen vollkommen verzichten, da dadurch die natürliche Hautflora beschädigt werden kann. Auch Eincremen oder Einölen ist bei normaler Haut nicht notwendig. Bei allzu trockener Haut könnt Ihr auch mal ein geeignetes Öl beziehungsweise rückfettende Cremes verwenden – aber auch nicht zu häufig und schon gar nicht nach jedem Waschen.

Baden oder waschen?

Womit wir bei einem eher strittigen Punkt wären: baden oder waschen? Und vor allem wie oft? Im Grunde reicht einmal baden pro Woche. Baden die Kleinen besonders gerne und genießen ihr Vollbad, spricht allerdings nichts dagegen auch zwei- bis dreimal pro Woche zu baden, jedoch nicht länger als 10 Minuten bei 37–38°C. Ansonsten reichen der klassische Waschlappen und Wasser völlig aus, um gerade nach dem Windeln wechseln den Popo zu säubern. Schließlich machen sich ja Babys ansonsten eher wenig schmutzig.

Wenn es besonders schnell gehen muss, greifen auch viele Eltern gerne zu Feuchttüchern. Hier scheiden sich die Geister. Die einen befürchten, dass Feuchttücher schädliche Inhaltsstoffe enthalten könnten. Andere wiederum verweisen darauf, dass Feuchttücher sanfter und hautschonender als grobe Waschlappen sind und auch in Bezug auf die Inhaltsstoffe wesentlich besser als ihr Ruf seien. Eins sind die Einmaltücher auf jeden Fall im Gegensatz zu Lappen und Wasser allerdings gewiss nicht: nachhaltiger und umweltfreundlicher.

Popopflege – entscheidend ist, was hinten rauskommt

Was die Körperpflege betrifft, ist der Po-Bereich sicherlich die sensibelste Stelle bei Babys. Grundsätzlich könnt Ihr Euch allerdings schon mal merken: Ein gesunder Po braucht keine Cremes. Auch auf Puder könnt Ihr locker verzichten, da Puder in Kontakt mit Urin die Haut eher reizt.

Das ständige Windeltragen, die Feuchtigkeit und die wenige Luft, die an den Popo kommt, beanspruchen allerdings das Baby. Um einem wunden Po vorzubeugen, habt Ihr daher von vornherein zwei Möglichkeiten: erstens viel FKK. Lasst die Kleinen ruhig zu Hause ohne Windel fröhlich vor sich hin strampeln, damit ausreichend Luft an den Intimbereich kommt. Ist der Popo trocken, passiert in der Regel nichts. Unsere zweite Empfehlung: Häufig und regelmäßig Windeln oder eventuell sogar die Windelsorte wechseln. Auch das verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Keime und Entzündungen entstehen.

Trotzdem kann es immer mal wieder zu einem wunden Popo kommen. Gerade zu Beginn der Beikost können Babys vermehrt Stuhlgang haben, was zu Rötungen führen kann. Bevor Ihr dann aber gleich zu Cremes greift, probiert es doch lieber zuerst mit einem alten Hausmittel: Heilwolle zum Beispiel. Oder einfach den geröteten Bereich mit günstigem kalten Schwarztee abtupfen. Warum günstig? Weil es die Gerbstoffe im Tee sind, die entzündungshemmend wirken. Und genau die findet Ihr vor allem in den günstigen Schwarzteesorten.

Wenn der Po allerdings häufiger wund wird, die Rötungen andauern oder gar schlimmer werden, solltet Ihr einen Arzt aufsuchen. Habt Ihr einen guten Kinderarzt, dann kann er Euch sicherlich auch eine gute vegane und natürliche Wundschutzsalbe verschreiben.

Ihr seht schon. Es braucht nicht viel, um ein Baby zu pflegen. Liebe, Wasser und Luft sind wohl die wichtigsten Bestandteile einer gesunden nachhaltigen Babypflege. Veganer geht’s eigentlich gar nicht.

In veggies we trust!

Foto: iStock.com/FamVeld

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