Menü

vegan leben

Vegan Street Day

Veganstreetday: Logo

Alles Wissenswerte um die Messe „Vegan Street Day“

Veganismus – die alternative Lebensweise

Für fast alle Menschen ist ein Leben ohne Tiere nicht denkbar. Manch einer sieht sie als wichtige Wegbegleiter, andere lieber als Fleischlieferant. Eine ganz besondere Rolle spielen die Tiere aber für die Veganer. Es gilt, den Tieren mehr Rechte einzuräumen und die eigene Lebensweise ohne Ausbeutung und Tod zu gestalten. Dies hat weitreichende Folgen für alle Lebensbereiche. Die Veganer sagen klar „Nein“ zu tierischen Produkten wie Fleisch und Milch in der Ernährung und kaufen leder- und wollfreie Bekleidung. In ihren Badezimmern sucht man vergeblich nach Kosmetik mit Tierversuchen. Doch auch in anderen Produkten verstecken sich tierische Bestandteile, die viel weniger offensichtlich sind. Missstände aufzuzeigen, den veganen Lebensstil in seiner Vielfalt zu präsentieren und nicht zuletzt zum Mitmachen zu inspirieren, das hat sich der Vegan Street Day zur Aufgabe gemacht.

Vegan Street Day – mitten in der Großstadt

Seit 2006 findet in Dortmund das größte vegane Straßenfest Deutschlands statt, seit 2010 wird es zudem in Stuttgart veranstaltet. Ein engagiertes Team aus Freiwilligen, unterstützt von namhaften Sponsoren und zahlreichen Spendern, ist für seine Organisation verantwortlich. Sie wollen den Menschen zeigen, dass die vegane Lebensweise keinesfalls Verzicht bedeutet, sondern eine Bereicherung und gut für Alle ist: für die Tiere, für die Umwelt und nicht zuletzt für die Gesundheit des einzelnen Menschen. Die Entscheidung, mit diesem Anliegen auf die Straße zu gehen, war sicher die richtige, um möglichst viele Menschen zu erreichen. In der Dortmunder Fußgängerzone und auf den belebten Plätzen in der Stuttgarter Innenstadt flanieren unzählige Personen über den Vegan Street Day, die vermutlich keine spezielle vegane Messe besucht hätten. Da sie nun aber sowieso durch die Einkaufszone schlendern, halten sie auch durchaus an, um eine vegane Köstlichkeit zu probieren oder an einem Infostand einen Flyer mitzunehmen. Nicht allen Passanten scheint es jedoch zu gefallen. Der ein oder andere nimmt schnell Reißaus vor dem Veganismus, um sich doch lieber eine Currywurst zu besorgen.

Ein Straßenfest der Alternativen

Von nah und fern reisen überzeugte Veganer an. Sie treffen sich, tauschen sich aus und erfahren immer wieder Neues. Nebenbei genießen sie unbeschwert kulinarische Highlights, ohne lange abzufragen, ob auch wirklich keine tierischen Produkte verarbeitet wurden. Und das Angebot ist groß. Von veganen Naschereien bis zu gut sättigenden Gerichten ist fast alles zu finden: Die Auswahl reicht von Wraps, Döner, Eintopfgerichten aus fernen Ländern bis zu den fantasievollen Torten und zu preisgekröntem Eis. Natürlich dürfen auch Produktneuheiten keinesfalls fehlen. Schließlich werden immer neue Rohstoffe für die Produktion entdeckt und Fleisch- und Milchprodukte bis zur Perfektion imitiert. Die vegane Variante eines Quarkbällchens, eine neue Räucherware, die einer ungarischen Salami sehr ähnlich ist… So manch ein Fleischesser kommt vor Ort auf den Geschmack und deckt gleich seinen Bedarf zum günstigen Messepreis. 

Natürlich dreht sich beim Vegan Street Day nicht alles ums Essen. Andere Verkaufsstände zeigen interessante Alternativen zu Kosmetikprodukten mit Tierversuchen. Auch die Kunst kommt nicht zu kurz. Eigenwillige T-Shirts, oft hergestellt aus Fair-Trade-Materialen, setzen mit ihrem Aufdruck ein klares Statement oder zeigen interessante künstlerische Perspektiven. Zeichnungen und Malerei führt dem Betrachter das Leid der Tiere vor Augen oder zeigen auf, wie die Welt im Einklang mit sogenannten „Nutztieren“ gestaltbar wäre. Selbstverständlich arbeiten die Künstler ganz nach dem veganen Prinzip: kein Pinsel aus Tierborsten, keine Verwendung von Farben, bei denen Pigmente aus Tierbestandteilen zum Einsatz kommen und nur auf Leinwänden, die ohne tierischen Kleber auskommen. 

Schlachthöfe und Tierversuche

Farbenfroh ist sie, die vegane Messe, vielseitig, weltoffen und einfallsreich. Daneben gibt es auch Dinge, vor denen manch ein Fleischesser lieber die Augen verschließt. Zahlreiche Stände widmen sich der Aufklärungsarbeit und das auch mit durchaus erschreckenden Bildern. Manchmal gibt es auf der Messe die Möglichkeit, durch eine spezielle Brille zu schauen. Damit kann man erleben, wie es einem Tier in der Massentierhaltung ergeht. Andere Stände eröffnen völlig neue Perspektiven. Die Ärzte gegen Tierversuche erklären, dass Tierversuche nicht nur unnötig, sondern auch gefährlich sind. Interessierte Besucher erfahren, dass die Ergebnisse gar nicht auf den Menschen übertragbar sind. Mit viel Geduld beantworten sie Fragen und zeigen neue Möglichkeiten auf. Denn wer weiß schon, dass es inzwischen Studien mit Zellkulturen gibt, die zuverlässige Ergebnisse liefern? 

Vegan Street Day mit buntem Programm

Ein weiteres Herzstück der Veranstaltung ist die Bühne mit einem gemischten Programm. Mit zahlreichen Vorträgen wird Aufklärung betrieben, Aktivismus gefordert, Musik gemacht und gekocht, was das Zeug hält. Wer sich künftig ausschließlich vegan ernähren will, muss schließlich wissen, wie es geht. Ein regelmäßiger Gast beim Vegan Street Day ist Björn Moschinski, der vor Ort auch gerne seine Kochbücher signiert. Auf der Bühne wird ebenfalls mit Vorurteilen aufgeräumt. Veganer sind immer blass und schmächtig? Von wegen! Das Vegan Strength Team beweist das genaue Gegenteil. Als Gäste auf dem Vegan Street Day präsentieren einige Mitglieder auf eindrucksvolle Weise, dass man auch ohne Tierprodukte großartige Erfolge im Kraftsport erreichen kann. Erst recht nicht schwach und kraftlos zeigt sich Patrick Baboumian. Er lebt seit 2011 vegan, trug bereits den Titel „stärkster Mann Deutschlands“, hält den Rekord im Baumstammstemmen und kann 550 kg heben. Immer wieder trifft man auf dem Vegan Street Day auf überraschende Personen. Dr. Mark Benecke ist nicht nur Deutschlands berühmtester Kriminalbiologe und NRW-Landesvorsitzender der Partei „Die Partei“, sondern engagiert sich auch für den Veganismus und für PETA.

Vegan für alle

Als das Straßenfest 2006 entstand, hieß es zunächst Veggie Street Day. Es sollte möglichst viele Menschen ansprechen und sie durch den Namen nicht verprellen. Vegan war es allerdings von Anfang an. Dass man 2013 den Namen Vegan Street Day gewählt hat, zeigt vor allem eins: Vegan ist mitten in der Gesellschaft angekommen.

vegan-leben-Übersicht



Unser Tarifrechner wird derzeit aktualisiert.

Bei individuelle Anfragen können Sie uns gerne ansprechen.

Team von vegawatt
vegawatt@twl.de