Menü

vegan leben

Vegan & Fitness – Passt das überhaupt zusammen?

Immer mal wieder meinen Nicht-Veganer, dass vegane Sportler weniger leistungsfähig sind. Wir zeigen Euch, dass genau das Gegenteil der Fall ist!

Unsere kurze, aber präzise Antwort auf die in der Überschrift gestellte Frage: Klar passt das zusammen. Warum sollte es denn auch nicht? Warum sollten sich Veganer denn nicht auch fit halten können? Wer sich richtig vegan ernährt, nimmt schließlich genau dieselben Nährstoffe, Mineralien und Vitamine zu sich, wie bei einer konventionellen Ernährung. (Wahrscheinlich aber sogar viel mehr, da unserer Erfahrung nach Veganer eher frisch kochen und sich deshalb mehr Gutes im Essen befindet.)

Trotzdem kann es natürlich nicht schaden, ein paar Tipps zu beachten, wenn man wirklich intensiv Sport treiben will. Das gilt für Veganer grundsätzlich genau so wie für konventionelle Esser. Wir haben deshalb mal ein wenig für Euch recherchiert und ein paar ganz interessante Dinge herausgefunden, die für die Fitness-Junkies unter uns Veganern sicher ganz gut zu wissen sind. Und bevor jetzt jemand fragt: ja, wir bewegen uns auch (ab und zu) und lungern nicht nur den ganzen Tag auf dem Sofa oder vorm Rechner herum…

Hier aber jetzt endlich unsere Tipps, wie man einen veganen Lebensstil und Sporttreiben gut miteinander kombinieren kann.

  • Flüssigkeit, Flüssigkeit, Flüssigkeit
    Wer als Veganer Sport treibt, sollte ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Ausreichend bedeutet in diesem Fall mindestens zweieinhalb Liter. Stilles Wasser ist dafür gut geeignet (vor allem während der sportlichen Aktivität), grüne Tees und Früchte- oder Kräutertees sind auch ideal. Fitness- oder Proteindrinks sind in der Regel nicht nötig, zumal diese meist auch tierische Inhaltsstoffe enthalten.
  • Kohlenhydrate, Kohlenhydrate, Kohlenhydrate
    Neben einer guten Flüssigkeitsaufnahme sind die Kohlenhydrate ein wichtiger Baustein Eures Fitnesserfolgs. Als Veganer könnt Ihr Euch diese ganz problemlos aus vielen verschiedenen Lebensmitteln holen. Veganes Brot und vegane Brötchen aus Vollkorn, Vollkorn-Pasta aber auch Reis und Kartoffeln sind sehr gute Kohlenhydrat-Lieferanten – und zu 100 % vegan. Wer darüber hinaus gerne etwas mehr Abwechslung hätte, kann auch zu Hirse, Quinoa, Bulgur, Maronen oder Amaranth greifen.
  • Vitamine
    Ohne Vitamine läuft gar nix. Weder für Sportmuffel noch für Sportler. Wer also viel trainiert, sollte auf eine gesunde Vitaminversorgung achten. Dafür haben wir eine ganz einfach Faustregel: zwei volle Hände Obst plus drei Portionen Gemüse täglich decken perfekt den Vitaminbedarf. Einzig das ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommende Vitamin B12 müsstet Ihr dann zusätzlich supplementieren.
  • Eiweiß
    Proteine sind wichtig für eine gesunde Muskelfunktion. Entgegen anderslautender Meinungen von vielen Nicht-Veganern kann man sich auch vegan ganz prima mit wichtigen Eiweißproteinen versorgen. Pflanzliches Eiweiß steckt vor allem in Hülsenfrüchten wie Bohnen und Erbsen. Dabei spielt die Sorte keine Rolle: ob weiße, grüne oder lieber rote Kidneybohnen – Eiweiß ist in allen drin. Aber auch Kichererbsen oder Sojabohnen und nahezu alle Arten Nüsse wie beispielsweise Walnüsse, Cashewnüsse, Paranüsse oder Haselnüsse sind ebenfalls eine sehr gute Eiweißquelle. Übrigens: Habt Ihr eigentlich schon gewusst, dass Reisproteine dieselbe Wirkung haben, wie Proteine aus Molke?
  • Eisen
    Wer einen Ironman schaffen will, der braucht erstmal selbst ausreichend Iron, also sprich Eisen. Dummerweise steckt das meist in tierischen Produkten, weswegen wir Veganer da nur schwerlich drankommen. Doch Lösung ist in Sicht: auch mit Spinat, Mangold oder einer Portion Fenchel bekommt man genau die Eisenmenge, die man braucht.

Wie Ihr seht ist es überhaupt kein Problem, sich auch über eine rein vegane Ernährung mit allen lebenswichtigen Mineralien, Vitaminen und Nährstoffen zu versorgen. Selbst dann, wenn man als aktiver Sportler einen erhöhten Bedarf hat. Wir haben zudem auch keine Studie gefunden, die belegen würde, dass Veganer grundsätzlich im sportlichen Bereich weniger leistungsfähig sind. Ganz im Gegenteil. Gibt es doch eine Menge erfolgreicher Sportler, die sich rein vegan ernähren. Glaubt Ihr nicht? Bitte schön: Hier ist sie, unsere Top 10 der veganen Sportler!

Vegane Sportler – unsere Top Ten

  • Brendan Brazier (Triathlet, dreimaliger Ironman-Sieger)
  • Mike Tyson (Boxer)
  • Ünsal Arik (Boxer)
  • Fiona Oakes (Laufen, 4 Weltrekorde)
  • Carl Lewis (Leichtathlet)
  • Serena Williams (Tennisspielerin)
  • Lewis Hamilton (Rennfahrer)
  • Trent Williams (Footballer)
  • Katharina Wirnitzer (Radrennfahrerin)
  • V-Reena (Fitnesscoach & Groupinstructor)

Allein ein Blick auf diese Liste dürfte genügen, um zu wissen, dass Sport und eine vegane Ernährung sehr gut zusammenpassen. Und wer das immer noch nicht glaubt, der kann es ja mal mit Mike Tyson oder Ünsal Arik ausdiskutieren. Dabei wünschen wir schon mal viel Spaß – aber passt bitte auf Eure Ohren auf!

In veggies we trust!

Foto: iStock.de/artursfoto

vegan-leben-Übersicht



Unser Tarifrechner wird derzeit aktualisiert.

Bei individuelle Anfragen können Sie uns gerne ansprechen.

Team von vegawatt
vegawatt@twl.de