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vegan leben

Traumhaftes Fruchterlebnis im Winter

Mehr als immer nur Apfel, Apfel, Apfel: Wir verraten Euch, wie Ihr mit Trockenfrüchten und kreativen Rezeptideen früchteglücklich durch den Winter kommt.

Leckeres Obst und tolle Früchte im Winter? Gar nicht so leicht, wenn man wie wir auf alles verzichtet, was von weit her mit dem Flugzeug geholt wird. Denn die Umweltbilanz dieses sogenannten Flugobstes hat es ganz schön in sich. Wir bevorzugen deshalb heimische Früchte – egal zu welcher Jahreszeit. Doch genau hier fängt natürlich im Winter das Problem an: außer Äpfel und ein paar Birnen ist bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in unseren Gefilden nicht viel in Sicht. Was also tun? Verzicht üben? Den ganzen Winter über selbst gemachte Marmelade futtern? Wir haben da ein paar bessere Ideen: Trockenfrüchte – und heimische Winterfrüchte in neuem Style. Fangen wir mal mit den Trockenfrüchten an.

Trockenfrüchte – vielseitig und lecker.

Trockenfrüchte kennt ja eigentlich jeder. Die bekanntesten unter ihnen sind sicher die Rosinen. Doch wie werden sie eigentlich genau hergestellt? Was gibt es für Unterschiede und worauf sollte man achten? Hier kommen die Antworten.

Das mit der Herstellung ist im Prinzip ganz einfach: Trockenfrüchte sind Früchte, denen ihr komplettes Wasser entzogen wurde. Gemacht wurde das schon vor Jahrtausenden. Bereits damals wurden Früchte, meist Feigen, in der heißen Wüstensonne getrocknet. Der Entzug des Wassers verhindert die Vermehrung von schimmelbildenden Mikroorganismen und bewirkt so die lange Haltbarkeit. Soweit so einfach. Doch natürlich gibt es auch wieder ein kleines Problem dabei. Da die Früchte durch den Wasserentzug ihre schöne Farbenvielfalt verlieren und sich dann meist blass-braun färben, trickst die Industrie ein bisschen mit Schwefeldioxid. Dieser Stoff sorgt dafür, dass die Farbe erhalten bleibt und die meisten Verbraucher auch die getrockneten Früchte als besonders hübsch empfinden. Doch: Unproblematisch ist der Einsatz von Schwefel nicht. Der Zusatzstoff, der auf der Verpackung übrigens als Schwefeldioxid, E 220, E 221 oder E 228 angegeben werden muss, kann Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Asthma begünstigen. Unser Tipp: Greift deshalb immer zu Bioprodukten, da diese nicht geschwefelt werden dürfen.

Vorteile von Trockenobst

  • Trockenfrüchte schmecken ausgeprägt süß und fruchtig – meist sogar süßer, als frische Obstsorten.
  • Sie sind viel leichter zu transportieren als frisches Obst und passen wunderbar in jede Handtasche oder Fahrradtasche.
  • Getrocknete Früchte sind ein toller Pausensnack, da ihr fruchteigener Zucker zusätzliche Energie bringt und das intensivere Kauen die Durchblutung des Gehirns verbessert.
  • Zudem gelangt ihr Zucker nicht so schnell ins Blut, was für eine länger andauernde Sättigung sorgt und den Stoffwechsel weniger belastet.
  • Trockenfrüchte sind der ideale Sportlersnack, da sie reich an Kohlenhydraten und arm an Fett sind. Sie enthalten außerdem Ballaststoffe, wichtige Vitamine, Antioxidantien und viele Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Kalium, Natrium, Kalzium und Phosphor.

Das Beste aber ist: Bei Trockenfrüchten stimmt in Bioqualität in aller Regel auch die Umweltbilanz. Denn die meisten Früchte werden direkt im Erzeugerland getrocknet und verpackt. Da das Wasser fehlt, bekommt man nun viel, viel mehr gute Inhaltsstoffe auf demselben Platz unter. Mit Trockenfrüchten kann man übrigens auch ganz toll Kochen – sie sind also nicht nur als Süßigkeitenersatz oder Zwischendurchsnack geeignet. Aber dazu kommen wir gleich. Jetzt verraten wir Euch erst mal, welches unsere Lieblingstrockenfrüchte sind:

  • Ananas
  • Aprikosen
  • Bananen
  • Berberitzen
  • Birnen
  • Blaubeeren
  • Cranberries
  • Datteln
  • Erdbeeren
  • Feigen
  • Goji Beeren
  • Himbeeren
  • Ingwer
  • Johannisbeeren
  • Kirschen
  • Korinthen
  • Mango
  • Pfirsiche
  • Pflaumen
  • Rosinen

Trockenfrüchte passen ganz toll zur arabischen und nordafrikanischen Küche. Und genau daher kommt auch unser Trockenfrüchte-Rezept, dass wir Euch heute verraten wollen.

Orientalischer veganer Couscous mit Datteln

Das braucht Ihr

  • 10 getrocknete Datteln, ungeschwefelt in Bioqualität
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Ras El Hanout Pulver
  • 100 g Couscous
  • 15 Blätter frische Minze
  • 2 El Olivenöl

So geht’s
Datteln würfeln, in die Gemüsebrühe geben und in einem Topf kurz aufkochen. Salz, Pfeffer und Ras El Hanout hinzugeben und den Topf vom Herd nehmen. Den Couscous einrieseln lassen und gut verrühren. Topf mit einem Teller abdecken und etwa 10 Minuten quellen lassen. Die Minze in Streifen schneiden, den Couscous mit der Gabel auflockern, die Minzestreifen dazugeben und das Olivenöl untermischen. Wer mag kann auch noch ein paar Mandelstifte drüberstreuen. Passt perfekt zu gebratenem Gemüse aus der Pfanne.

Und weiter geht’s mit unserer Reise durch die Fruchtfreuden des Winters. Neben den Trockenfrüchten können nämlich auch die heimischen Winterfrüchte glücklich machen – wenn man sie mal anders als gewohnt zubereitet. Wir haben deshalb für Euch auch noch ein tolles veganes Apfelrezept rausgekramt, das Euch das Lieblingsobst der Deutschen einmal auf ganz neue Art und Weise präsentiert. An die Äpfel, fertig, los!

Veganer Flammkuchen mit Apfel

Das braucht Ihr

  • 20 g frische Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 250 g Mehl
  • Olivenöl
  • Salz
  • 150 ml Soja- oder Hafersahne
  • 2 EL Mehl
  • Salz und Pfeffer
  • 3 säuerliche Äpfel
  • 3 rote Zwiebeln
  • 200 g Champignons
  • Thymian (frisch oder getrocknet)
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

So geht’s
Hefe und Zucker in 150 ml lauwarmem Wasser verrühren. Mehl, 3 El Olivenöl und 1 Prise Salz hinzugeben und zu einem glatten Teig kneten. Abgedeckt an einem warmen Ort gut eine Stunde gehen lassen. Äpfel waschen, vierteln, Kerne entfernen und die Viertel dann in dünne Scheiben schneiden. Apfelscheiben ganz kurz in Olivenöl anbraten. Die Zwiebeln in dünne Streifen schneiden, die Champignons ebenfalls. Beides kurz in Olivenöl anbraten. Vegane Sahne mit dem Mehl und 1 EL Olivenöl glattrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Teig zu 4 sehr dünnen Fladen ausrollen, mit der Sahnemischung bestreichen. Mit den Apfelscheiben, den Zwiebeln und den Champignons belegen und mit etwas Thymian bestreuen. Im 220° C heißen Ofen ca. 12 – 15 Minuten backen.

Es geht also doch, fruchtglücklich durch den Winter zu kommen. Wenn man sich ein bisschen nach Alternativen zu exotischen Flugfrüchten umschaut – oder eben besonders kreativ mit unseren heimischen Früchten umgeht. Dabei wünschen wir Euch auf jeden Fall ganz viel Spaß!

In veggies we trust!

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