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Lieblingslecker, Teil 6: Pimentón de la Vera

Lieblingslecker, Teil 6: Pimentón de la Vera

Müsst Ihr unbedingt probieren: das rauchige Aroma von echtem Paprika de la Vera peppt nahezu jedes vegane Gericht auf und passt super gut zu Dips, Suppen, Eintöpfen und Gemüsespießen.

Okay, vielleicht denken jetzt ein paar von Euch: pffft – was schreiben die denn jetzt über Paprikapulver, so was Profanes. Aber: Paprikapulver ist nicht gleich Paprikapulver. Denn neben dem edelsüßen Klassiker gibt es auch eines, das alles andere als gewöhnlich daherkommt: Paprika de la Vera.

In diesem Paprikapulver liegt die Wahrheit

Paprika de la Vera, oder Pimentón de la Vera wie die Spanier sagen, stammt aus der westspanischen Region La Vera im Norden von Cáceres am Fuß der Sierra de Gredos. Dabei handelt es sich im Prinzip um geröstetes Paprikapulver mit einem wundervoll rauchigen Aroma. Für seine Herstellung werden ganze Paprikaschoten direkt nach der Ernte auf Trockenböden ca. 1 Woche lang mehrfach umgeschichtet, anschließend über Eichenholz geräuchert und nach dem Auskühlen mitsamt den Samenkörnern in ihrem Inneren zu einem feinen roten Pulver zermahlen. Übrigens bis zu fünfmal nacheinander, um den gewünschten Feinheitsgrad zu erreichen.

Pimentón de la Vera wird seit Jahrhunderten in Spanien produziert und genießt wie Champagner (darf nur in der Champagne hergestellt werden) oder Parmiggiano Reggiano (muss aus der italienischen Region Reggia kommen) internationalen Markenschutz. In Spanien bekommt man es nahezu an jeder Ecke, meist in wunderschönen charakteristischen eckigen Blechbüchsen verpackt, die das einzigartige Aroma besonders gut bewahren. Echtes Paprika de la Vera erkennt Ihr übrigens daran, dass die Blechbüchse mit einem Siegel versehen ist, das die geschützte Herkunftsbezeichnung Denominación de Origen Pimentón de la Vera ausweist.

Nur original aus der Blechbüchse

In Spanien kann man es in 3 verschiedenen Sorten kaufen: mild (dulce), scharf (picante) und als mittelscharfes Pimentón de la Vera agridulce als eine Mischung aus den beiden ersten Sorten. In Deutschland findet man es auch immer häufiger im Gewürzregal, mittlerweile auch von den üblichen in Deutschland bekannten Gewürzherstellern. Wir bevorzugen trotzdem das Original aus der Blechbüchse von der spanischen Marke La Dalia (am liebsten als dulce). Wir mögen uns täuschen: aber sein Aroma kommt uns noch ein Spur kräftiger vor, als das der anderen Hersteller. (Außerdem erinnern uns die Dosen in unserer Küche immer auch ein bisschen an viele wundervolle Tage auf Ibiza.)

Was aber macht das feuerrote Pimentón de la Vera denn nun so einzigartig? Ganz einfach: sein Aroma. Es kommt würzig und kraftvoll daher, aber nicht aufdringlich, leicht, fruchtig süß, mit einer herben Note und einem unglaublichen Raucharoma. Vom Geruch her erinnert es ein bisschen an den Rauch eines Eichenfeuers – oder wie unsere nicht-vegane Freunde immer sagen: an lange gereiften Speck. Wir nennen es deshalb auch zum Spaß das Fleischesser-Gewürz. Nur ein Teelöffel davon ins Essen – zack schon sind unsere Fleischfan-Freunde glücklich. Wichtig ist aber, dass Ihr es nicht zu großer Hitze beim Kochen aussetzt, da es sonst bitter werden kann. Wir verwenden Pimentón de la Vera immer recht sparsam, weil das Aroma wirklich unglaublich ist, und geben es meist zum Ende der Garzeit zu unseren Gerichten dazu.

Jetzt probieren: unsere leckeren Rezepte mit Pimentón de la Vera

Pimentón de la Vera passt sehr gut zu Dips, Gemüsesuppen, Eintöpfen, kräftigen Pasta-Saucen oder in einer Grillmarinade zu Grill-Gemüse. Der Oberknaller ist es aber in den spanischen Bratkartoffeln, wie wir sie immer auf Ibiza gegessen haben. Deshalb jetzt für Euch das (wirklich ganz einfache) Rezept zum Nachkochen.

Bratkartoffeln Cap Negret

Das braucht Ihr

  • 600 g festkochende Kartoffeln
  • 1 große (oder 2 kleine) rote Paprika
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • Eine handvoll glatte Petersilie
  • 2 EL Mandelsplitter
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Pimentón de la Vera (dulce)
  • 1 TL Paprika Edelsüß
  • Meersalz
  • Frisch gemahlener Pfeffer

So geht’s
Kartoffeln etwa 20 Minuten in Salzwasser gar kochen, auskühlen lassen, pellen und in fingerdicke Scheiben schneiden. Paprika putzen, waschen, entkernen und in kleine Würfelchen schneiden. Petersilie waschen, trocknen und hacken. Frühlingszwiebel waschen und in Ringe schneiden. Das Olivenöl in eine Pfanne geben, erhitzen und die Kartoffelscheiben dazu geben. Unter Rühren goldbraun braten. Wenn die Kartoffeln schon fast fertig gebräunt sind, die Paprikawürfel dazugeben und 3 Minuten mitbraten. Frühlingszwiebeln und Mandeln dazugeben und weitere 2 Minuten braten. Pimentón de la Vera und das edelsüße Paprika unterrühren und die Bratkartoffeln mit der Petersilie bestreuen. Salzen und Pfeffern und noch heiß in der Pfanne am Tisch servieren.

Grillmarinade de la vera für Gemüsespieße

Das braucht Ihr

  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 TL frische Thymianblättchen
  • Saft von einer Zitrone
  • 0,5 TL Pimentón de la Vera (dulce oder picante)
  • 0,5 TL Paprikapulver
  • 8 EL Olivenöl
  • Meersalz

So geht’s
Im Mörser den Knoblauch und die Thymianblättchen mit Salz zu einer Paste zerreiben. Mit dem Zitronensaft, dem Olivenöl, dem Pimentón de la Vera sowie dem Paprikapulver in eine Schüssel geben und gut vermischen. Gemüsespieße damit knapp eine Stunde marinieren und dann im Ofen oder auf dem Grill zubereiten.

Wir wünschen Euch viel Spaß und gutes Gelingen bei Eurem kulinarischen Ausflug nach Spanien. Olé!

In veggies we trust!

Foto: iStock.com/bhofack2, total vegan

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