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Lieblingslecker, Teil 5: veganes Eis selber machen

Lieblingslecker, Teil 5: veganes Eis selber machen

Viele wertvolle Tipps und super-leckere Rezepte für ein total veganes Eisvergnügen.

Endlich warm. Endlich Eiswetter. So haben wir früher immer gedacht. Als Veganer ist das heute mit dem Eis aber oft eine etwas kompliziertere Sache. Einfach mal schnell in der Eisdiele vorbeischauen ist leider nicht, denn nur die wenigsten haben sich schon auf uns Veganer eingestellt. Klar könnte man statt der schmelzigen Milcheissorten auch einfach ein paar Kugeln Fruchteis oder einen Becher Sorbet bestellen – aber wer weiß schon so ganz genau, ob sich da nicht vielleicht doch irgendwo der ein oder andere tierische Inhaltsstoff drin versteckt hat. Denken wir nur mal an vegane Farbstoffe, Ei-Schnee, nicht vegane Lecithine oder – unser veganer Super-GAU – Gelatine aus der Massentierhaltung. Learning: in klassischen Eisdielen kann man sich nur wirklich ganz sicher sein, wenn man fragt, was im Eis drin ist.

Von der Theorie her ein guter Ansatz, praktisch aber kaum durchführbar. Oder habt Ihr etwa Lust, Sonntagnachmittags bei strahlendem Sonnenschein den Eisverkäufer nach der genauen Zusammensetzung seiner Eiscreme zu fragen, während hinter Euch eine Horde vanille-erdbeer-schoko-eisverrückter Kindergartenkinder die Zähne fletschen? Wir nicht, vielen Dank. Dann schon lieber veganes Eis aus dem Supermarkt – oder vielleicht doch nicht?

Veganes Eis aus dem Supermarkt – leider gar nicht so super

Der Vorteil im Supermarkt liegt ganz klar auf der Hand: hinter Euch warten keine zähnefletschenden Kindergartenmonster und Ihr könnt Euch die Zutatenliste der verschiedenen Eissorten und Hersteller in aller Ruhe anschauen. In der Regel gibt’s hier eher keine großen Überraschungen. Selbst die großen Hersteller haben sich auf uns Veganer eingestellt und liefern in der Tat lupenreine vegane Eisspezialitäten ab. Aber nicht alle verzichten dabei auf nichtnatürliche Zusatzstoffe – und auch nicht alle Hersteller stehen konsequent für das Tierwohl ein.

Hinzu kommt, dass besonders bei Fruchteis manchmal auch nicht ganz klar ist, womit der verwendete Fruchtsaft geklärt wurde. Meistens geschieht das nämlich mit Gelatine, die dann aber nicht auf der Zutatenliste erscheint, weil sie dem Produkt ja wieder entnommen wurde. Wer mit all dem kein Problem hat, für den ist veganes Supermarkteis sicher eine empfehlenswerte Alternative zur Fragerei an der Eisdiele. Für alle anderen, vor allem für die, die genauso gerne kochen und backen wie wir, gibt es nur einen Weg zu wirklich gutem und wirklich veganem Eis: genau – selbermachen!

Machen oder machen lassen, das ist hier die Frage.

Keine Angst, Eismachen klingt erstmal kompliziert, ist aber viel, viel einfacher als man denkt. (Und weniger gefährlich, als mit eishungrigen Kindergartenkindern in einer Schlange zu stehen.) Meist reichen ein paar Zutaten, ein bisschen Geduld, Routine und – tatata, unsere neueste Anschaffung – eine Eismaschine. In der Tat haben wir uns lange mit der Frage beschäftigt, ob wir überhaupt eine brauchen oder es nicht auch ohne geht. Vorher waren wir hin und her gerissen. Jetzt wo wir unsere haben, finden wir: mit der Eismaschine wird das Eis nochmal deutlich cremiger, schmelziger und irgendwie ganz genau so, wie man es aus der Eisdiele kennt. Doch das klappt eigentlich nur mit den hochwertigen Modellen richtig gut, die so um die 200 Euro liegen.

Bei Eismaschinen gibt es im Prinzip zwei verschiedenen Systeme: Eismaschinen mit Kühlbehälter und Eismaschinen mit Kompressor. Erstere kühlen die Eismasse über einen doppelwandigen und mit Kühlflüssigkeit gefüllten Kühlbehälter, der aber vor der Eiszubereitung im Gefrierfach vorgekühlt werden muss. Die Modelle mit Kompressor sind zwar etwas teurer, kühlen Eure veganen Eiskreationen aber ganz von alleine herunter und müssen deshalb vorher nicht in das Gefrierfach. Letztendlich kommt es bei der Wahl der Maschine darauf an, wie viel Eis Ihr machen wollt. Wer so oft Gäste hat wie wir (und zudem noch so gerne Eis futtert), für den ist sicher eine Eismaschine mit Kompressor die bessere Wahl. Mit so einer Maschine schafft Ihr an einem Tag locker mehrere Eissorten hintereinander, allerdings kosten sie mehr, sind schwerer und nehmen in der Küche mehr Platz weg.

Unsere Eismaschine heißt Emma

Emma ist letztes Jahr für 189 Euro bei uns eingezogen. Mit einem sehr kräftigen Kompressor, einem Edelstahlgehäuse, einem praktischen Display und mit einem 1,5 Liter großen Eisbehälter. Emma zaubert uns jetzt innerhalb kürzester Zeit frisches, leckeres und wirklich 100% veganes Eis auf den Tisch. Warum sie das macht? Ganz einfach: weil wir mittlerweile eine ganze Menge einfache und wirklich gute vegane Eisrezepte kennen – und natürlich, weil wir Emma immer nur mit den besten Zutaten füttern. (Wenn Ihr jetzt auch Lust auf eine Emma in Eurer Küche bekommen habt, Bezugsquellen findet Ihr über Google. Einfach in der Suche „Eismaschine Emma“ eingeben.) So viel zur Technik. Kommen wir nun zum Wichtigsten.

Eis, Eis, Baby – hier sind unsere veganen Eisrezepte

Leckeres Eis muss gar nicht kompliziert sein. Auch aus diesem Grund mögen wir keinen Chichi-Kram. Einfach, mit ehrlichen Zutaten und Rezepten, die deren Eigengeschmack hervorholen ist unser Lieblingsweg, nicht nur beim Eismachen.

Wir haben hier deshalb einmal ein paar unserer Lieblingsrezepte aufgeschrieben, mit denen man ganz entspannt durchs Jahr kommt: von sommerlich frisch bis weihnachtlich-zimtig.

Menta-Himbeer-Sorbet

Das braucht Ihr

  • 450 g Himbeeren (frisch oder tiefgekühlt)
  • 100 g Traubenzucker
  • 100 g Zucker
  • 75 ml Wasser
  • 3 Spritzer Limettensaft
  • Frische Minze

So geht’s
Himbeeren waschen, putzen, vierteln und mit dem Limettensaft in eine Schüssel geben. Gut 1/3 des Zuckers drüber streuen und 30 Minuten ziehen lassen. Den anderen Zucker zusammen mit dem Traubenzucker unter Rühren im Wasser auflösen. Zuckersirup vom Herd nehmen. Himbeeren zusammen mit 10 – 15 Minzblättern (Merke: je mehr Minze desto minziger und frischer wird das Sorbet) pürieren und zum Sirup geben. Die Masse durch ein Sieb streichen. Wenn sie auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, in die Eismaschine füllen und zu Sorbet gefrieren lassen.

Sojajoghurt-Mango-Eis

Das braucht Ihr

  • 250 g Sojajoghurt
  • 1,5 Mango
  • 2 EL Zucker
  • Saft einer Zitrone

So geht’s
Die Mango vom Kern lösen und schälen. Dann in Stücke schneiden und einfrieren. Anschließend die Mangostücke zusammen mit den anderen Zutaten pürieren und für 25 Minuten in der Eismaschine zu Eis verarbeiten.

Mandel-Schoki-Eis mit Lupinen

Das braucht Ihr

  • 1/2 EL veganes Kakaopulver
  • 2 EL Lupinenmehl
  • 250 ml Sojasahne
  • 90 g Vollrohrrohzucker
  • 1 Vanilleschote
  • 100 g vegane Bitterschokolade
  • 6 EL Sojamilch
  • 50 g Mandeln (gehackt)

So geht’s
Lupinenmehl in die etwa auf Körpertemperatur erwärmte Sojasahne einrühren. Vom Herd ziehen und in einer Rührschüssel unter gelegentlichem Rühren auskühlen lassen. Aus der Vanilleschote das Mark auskratzen. Wasserbad vorbereiten und die Sojamilch mit dem Vanillemark in die Wasserbadschüssel geben. Fein geriebene Bitterschokolade zugeben und immer wieder rühren. Unter Rühren dann auch das Kakaopulver und den Zucker zufügen. Rühren, rühren, rühren – und dann die Masse in die Schüssel mit der Lupinen-Sojasahne geben und zu einer homogenen Masse – richtig – verrühren. Im Kühlschrank kalt werden lassen. Anschließend die Masse zusammen mit den Mandeln in der Eismaschine gefrieren lassen.

Apfel-Zimt-Eis

Das braucht Ihr

  • 200 g Sojajoghurt
  • 450 g Äpfel
  • 4 TL Agavendicksaft
  • 1 TL Zitronensaft
  • 2 TL Zimt

So geht’s
Äpfel schälen und kleinschneiden. In einer Pfanne weich braten und mit dem Zimt vermischen. Im Kühlschrank sehr kalt werden lassen. Zitronensaft, Agavendicksaft und Sojajoghurt zusammen mit den Äpfeln verrühren und in die Eismaschine geben.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Ausprobieren – und wir versprechen an dieser Stelle hoch und heilig: das waren garantiert nicht die letzten veganen Eisrezepte in unserem totalvegan Blog. Dafür schlecken wir nämlich viel zu gerne!

In veggies we trust!

Foto: istock.com/Lilechka75

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