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Lieblingslecker, Teil 11: Süße vegane Leckereien

Lieblingslecker, Teil 11: Süße vegane Leckereien

Ob Schokolade, Macarons oder Pralinen, vegan naschen liegt im Trend. Wir zeigen Euch, worauf Ihr achten solltet und verwöhnen Euch mit ein paar lecker süßen, veganen Rezepten!

„Auf alles könnte ich verzichten,“ sagte unlängst eine Freundin zu uns, „aber nie und nimmer auf Schokolade.“ Deshalb könne sie niemals Veganerin werden. Na, da waren wir erst mal ganz schön überrascht. Sonst haben wir dieses Argument immer in Zusammenhang mit Steak oder Wurst gehört. Aber das Märchen, dass Schokolade für uns Veganer ein Tabu sein soll, dachten wir, sei schon lange ausgeräumt. Aber manche Gerüchte halten sich eben länger als man denkt.

Zugegeben, für die veganen Pioniere unter uns war das Thema Backen und Süßigkeiten sicherlich früher ein Problem. Die ersten veganen Schokoladen waren im Grunde ausschließlich zartbitter. Da vegan leben für uns bedeutet, nur zu essen bzw. zu naschen, was ohne Tier hergestellt wird, verzichten wir konsequenterweise nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Milch, Eier, Honig oder Gelatine. Und daraus werden ja bekanntlich Kuchen, Muffins, Kekse, Schokolade und allerlei sonstiger Naschkram hergestellt. Inzwischen sind jedoch nicht nur Reformhäuser und Bio-Märkte, sondern auch schon ganz normale Supermärkte mit den verschiedensten süßen veganen Leckereien bestens bestückt. Bei veganer Schokolade findet Ihr im Grunde von veganer Vollmilchschokolade über Nuss-Nugat bis hin zu weißer Schokolade eigentlich fast alles. Wie das möglich ist? Weil es für Milch, Eier, Honig oder Butter eben super vegane Ersatzprodukte gibt, mit denen Ihr Eure süßen Lieblingsleckereien sogar ganz einfach zu Hause selbst machen könnt.

Ersatzprodukte – vegane Alternativen für Naschkatzen

Milch könnt Ihr ganz einfach durch Soja-, Hafer- oder Reismilch ersetzen. Als Sahne-Ersatz nehmen wir zum Beispiel gerne Sojasahne. Und wenn Ihr Schlagsahne oder einen Ersatz für Crème fraîche sucht, können wir Euch pürierten Tofu empfehlen.

Eier braucht Ihr zum Backen meistens gar nicht. Klingt für den einen oder die andere unter Euch vielleicht beim ersten Mal etwas befremdlich. Aber wenn nicht gerade mehr als 3 Eier für ein Rezept vorgesehen sind, könnt Ihr sie einfach ersatzlos weglassen. Ansonsten ist Ei-Ersatzpulver eine schnelle und einfache Alternative.

Butter könnt Ihr einfach durch vegane Margarine ersetzen. Aber aufgepasst: Vegane Margarine sollte aus pflanzlichen Quellen stammen. Denn Margarine an sich ist nicht unumstritten, da sie ein chemisch erzeugtes Produkt ist, häufig auf der Basis von minderwertigen Rohstoffen. Immer wieder werden auch mit Schadstoff belastetes Palmöl oder ungesunde gehärtete Fette zugesetzt. Daher achtet bitte beim Kauf darauf, dass Ihr tatsächlich vegane Margarine kauft. Also auf jeden Fall im Supermarkt die Zutatenliste auf dem Etikett genau durchlesen. Statt veganer Margarine könnt Ihr aber natürlich auch Erdnuss- oder Mandelbutter verwenden.

Statt süßem Zucker oder Honig nehmen wir für unsere Rezepte einfach Ahornsirup, Agavendicksaft, Birnendicksaft oder Zuckerrübensirup. Und für Gelatine ist Agar Agar ein perfekter Ersatz. Ihr könnt damit Puddings, Gelees und Cremes kochen aber es auch zum Andicken von Soßen verwenden. 

Wie viel Zucker darf es sein?

Da wir uns ja nicht nur einer veganen Ernährungsweise verschrieben haben, sondern in unserem Blog immer wieder darauf hinweisen, dass wir vegan und gesund leben wollen, hier noch ein kurzer Hinweis zu der Problematik Zucker. Ja – Zucker ist wahrscheinlich nicht gerade das gesündeste Lebensmittel. Tatsächlich ist gerade in Deutschland jeder Zweite zu dick. Und viele Krankheiten lassen sich nicht nur mit übermäßigem Fleischkonsum, sondern auch einem zu viel an Zucker erklären. Deshalb empfehlen wir, Zucker in Maßen zu genießen. Verteufeln wollen wir Zucker aber nicht. Wir denken, jeder hat ein Recht auf seine tägliche süße Nascherei. Passt halt auf, dass Ihr nicht mehr als 6–10 Teelöffel Zucker pro Tag zu Euch nehmt. Der Durchschnittsbürger konsumiert angeblich bis zu 40 Teelöffel pro Tag – allerdings häufig versteckt über süße Säfte, Joghurts oder Frühstücksflocken – was eindeutig zu viel ist.

Home sweet home – süße vegane Leckereien selber machen

Im Folgenden wollen wir Euch ein paar unserer Lieblingsleckereien mit auf den Weg geben. Vegane Kuchen- und Nußstrudel-Rezepte haben wir bereits an anderer Stelle für Euch zusammengestellt. Trotzdem wollen wir Euch unsere neueste Entdeckung, den veganen Schokokuchen, nicht vorenthalten. Die Naschkatzen und süßen Schleckermäuler unter Euch werden sich zudem sicherlich über unsere veganen Macarons, die veganen Pralinen und hoffentlich auch über unser veganes Schokoladenrezept freuen.

Veganer Schokokuchen

Er ist lecker. Er ist saftig. Und für einen Schokokuchen relativ fettarm. Denn wir verzichten auf vegane Margarine und Öl und nehmen stattdessen Kokosmilch. Passt wunderbar zum Schokoladengeschmack und gibt dem Kuchen eine ganz besonders leckere Note. Ist übrigens auch als Dessert einfach himmlisch.

Das braucht Ihr an trockenen Zutaten

  • 60 g Dinkelmehl
  • 60 g Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
  • 1 TL Weinsteinbackpulver
  • 1 TL Backnatron
  • 1,5 TL Kartoffelstärke
  • 30 g Kakaopulver
  • 1 TL Vanillepulver
  • 1 gestrichener TL feines Salz
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 50 g feiner brauner Zucker

Das braucht Ihr an feuchten Zutaten

  • 3 EL Agavendicksaft oder Ahornsirup
  • 120 ml vollfette Kokosmilch
  • 120 ml Mandelmilch oder Wasser
  • 1 TL Apfelessig

So geht’s

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Das Mehl und den Kakao in eine Schüssel sieben und mit allen weiteren trockenen Zutaten vermischen. Anschließend alle feuchten Zutaten verrühren und zu den trockenen geben. Mit einem Schneebesen gut vermischen und in eine vorbereitete, gefettete kleine Spring- oder Kastenform geben. Für etwa 25–30 min in den Ofen geben und backen. Stäbchenprobe machen. 10 min auskühlen lassen, dann auf ein Gitter stürzen. Voilà!

Vegane Schokolade

Die Basis veganer Schokolade ist meist Zucker, Kakao und Kakaobutter – wie bei jeder anderen Schokolade. Wir nehmen statt Zucker allerdings Agavendicksaft und, damit es cremiger wird, leckeres Mandelmus. Je nachdem, wie Ihr Eure Schokolade mögt, könnt Ihr auch Rosinen oder Nüsse nach Wahl hinzufügen.

Das braucht Ihr für 2 Tafeln

  • 180 g Mandelmus (weiß)
  • 190 g Kakaobutter
  • 60 g Kakaopulver
  • 80 g Agavendicksaft
  • 2 Messerspitzen Vanille
  • 2 Prisen Salz
  • weitere Zutaten nach Wahl (Pistazien, Beeren, Mandeln, Haselnüsse o. ä.)

So geht’s

Lasst die Kakaobutter in einem Wasserbad schmelzen und rührt die anderen Zutaten mit einem Schneebesen unter. Die Schokomasse in eine beschichtete Kuchenform oder eine Schokoladentafelform geben (bekommt Ihr im Internet). Für 30 min in den Kühlschrank stellen, dann für 10 min ins Kühlfach. Fertig ist die Schokolade. Jetzt müsst Ihr sie nur noch aus der Form lösen und genießen.

Vegane Nugat-Pralinen

Wir sind nicht gerade Roh-Veganer. Aber bei diesen Pralinen, die Freunde zu unserer letzten Party mitgebracht haben, sind sogar wir schwach geworden. Das Tolle ist – sie schmecken nicht nur sagenhaft gut, Ihr braucht auch nicht mal eine Viertelstunde für die Zubereitung. Und Ihr könnt die Pralinen nach Lust und Laune verfeinern und dekorieren – Eurer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Hier nur mal das Basis-Rezept für Euer rohveganes Nugat-Pralinen-Vergnügen.

Das braucht Ihr

  • 200 g Haselnüsse
  • 2 EL Kokoszucker
  • 3 EL Agavendicksaft
  • 2 EL Kakaopulver
  • Vegane Deko (was immer Ihr wollt)

So geht’s

Die Haselnüsse mit dem Kokoszucker ganz fein mahlen. Den Kakao und langsam den Agavendicksaft dazugeben und weitermixen, bis eine zusammenhaltende Masse entstanden ist. Jetzt nur noch die Pralinen formen und in Pralinenförmchen setzen. Verzieren nach Belieben, kaltstellen und anschließend genießen. Vorsicht: Suchtgefahr!

Vegane Macarons

Nicht nur bei Veganern ein Trend: Macarons in schreiend bunten Farben und allen möglichen Geschmacksrichtungen. Aber eines vorweg: Im Gegensatz zu den Pralinen können, aber müssen die Macarons nicht gleich beim ersten Mal gelingen. Wir haben hier erstmals auch MyEy als Eiersatz ausprobiert, da es uns speziell für dieses vegane Macaron-Rezept empfohlen wurde. Und siehe da – es klappt.

Das braucht Ihr

  • 110 g gemahlene Mandeln
  • 200 g Puderzucker
  • 3 EyWeiss lt. Packungshinweis
  • 30 g normalen Zucker
  • 1 Prise Natron
  • natürliche Lebensmittelfarbe nach Belieben oder auch Matcha Pulver

So geht’s

Die Mandeln und den Staubzucker in der Küchenmaschine gemeinsam ganz fein mahlen, dann durch ein Sieb streichen. Das MyEy Pulver mit der angegebenen Menge Wasser mit dem Handrührgerät aufschlagen (dauert ca. 5 min). Wenn es beginnt fest zu werden, langsam den Kristallzucker einrieseln lassen, die Lebensmittelfarbe und die Prise Natron dazugeben. Vorsichtig das Mandel-Staubzuckerpulver einrühren. Es soll ein Teig entstehen, der wie ein Band vom Löffel rinnt. Die Masse in einen Spritzbeutel mit großer runder Tülle füllen und ca. 3 cm große gleichmäßige Kreise auf ein Backblech mit Backpapier setzen und für etwa 30 min ruhen lassen. Den Backofen auf 160°C vorheizen, dann die Macarons etwa für 20–25 min in den Ofen schieben und backen. Für die Füllung haben wir Soja-Vanillepudding genommen. Im Internet findet Ihr noch jede Menge andere Möglichkeiten, Eure Macarons ganz individuell nach Eurem Geschmack zu füllen.

Wir wünschen Euch viele süße vegane Stunden!

In veggies we trust!

Foto: iStock.com/SarapulSar38

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