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vegan leben

Ingwer oder Zitrone? Am besten beides!

Ingwer und Zitrone sind bekannte Vitamin-C-Bomben. Aber erst gemeinsam machen sie auch der lästigsten Erkältung den Garaus.

Vor kurzem fragte uns ein verschnupfter Kollege: Was machen eigentlich Veganer bei einer Erkältung? Kommt darauf an, antworteten wir. Handelt es sich um eine echte Männergrippe, können wir leider auch nicht helfen. Bei einer normalen Erkältung mit Schnupfen, Hals-, Kopf-, Magen- und Gliederschmerzen würden wir zu einem alten Hausmittel greifen: Ingwer und Zitrone. Warum? Weil beide schon jeweils für sich viele Vorteile für unsere Gesundheit und unser Immunsystem haben. Zusammengenommen entfalten sie erst recht ihre heilende und kräftigende Wirkung, die in dieser Kombination in vielerlei Hinsicht fast unschlagbar ist.

Ingwer zum Beispiel ist bekanntlich bei Magenbeschwerden ein wahres Wundermittel. Durch seine entkrampfende und heilende Wirkung hilft er, Euren nervösen Magen wieder zu beruhigen. Gerade aber auch bei einer Erkältung solltet Ihr versuchen auf Ingwer zurückzugreifen. Die vegane Wurzel, im heißen Wasser zubereitet, wärmt von innen und schenkt Euch Kraft und neue Energie. Das Beste: Ingwer hat einen unglaublich angenehmen Eigengeschmack und wohltuenden Geruch, was man ja nicht unbedingt von jeder Medizin behaupten kann.

Die Zitrone wiederum gilt als perfekte Vitamin-C-Bombe. Deshalb könnten wir sie Euch vor allem bei einem geschwächten Immunsystem und diversen Erkältungskrankheiten wärmstens empfehlen. Zitronen haben aber auch ansonsten so einiges zu bieten. Sie treiben beispielsweise die Fettverbrennung an und können dadurch unterstützend beim Abnehmen helfen. Grund dafür ist der hohe Vitamin-C-Gehalt. Das führt zu einer höheren Ausschüttung des Hormons Noradrenalin, das dabei hilft, Fett aus den Fettzellen zu lösen. Zugegebenermaßen ist das bei Veganern und Veganerinnen in der Regel eher selten ein Problem.

Bevor wir Euch unser Lieblings-Ingwer-Zitrone-Rezept verraten, bleibt noch die Frage zu beantworten, wann, wie und in welcher Form Ihr die beiden Immunsystem-Verstärker am besten zu Euch nehmen solltet. Dazu schauen wir uns zunächst die beiden veganen Früchtchen genauer an. Denn behaupten lässt es sich ja leicht, dass wir es hier mit dem perfekten veganen Erkältungsmittel zu tun haben. Es gibt aber tatsächlich auch einige unumstößliche Beweise für ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten. Und die möchten wir Euch natürlich nicht vorenthalten.

Ingwer – ein echt gesundes Knöllchen

Tatsächlich enthält Ingwer richtig viele wichtige Nährstoffe. Neben Magnesium, Eisen, Kalzium zum Beispiel auch relativ viel wichtiges Vitamin C. Außerdem liefert Ingwer noch Natrium, Kalium und Phosphor sowie Harz und Harzsäuren, zudem besonders gesunde ätherische Öle und Gingerol. Das ist schon mal eine ganze Menge für so eine kleine eigentlich doch unscheinbare Knolle.

Noch beeindruckender sind die gesundheitlichen Faktoren, die dem Ingwer nachgesagt werden. In der Erkältungszeit wird Ingwer vor allem wegen seiner antibakteriellen Wirkung geschätzt. Das heißt, im Prinzip wirkt Ingwer sogar vorbeugend, da er die Vermehrung von Viren hemmt. Aber auch die Durchblutung und der Kreislauf werden durch die Knolle angeregt, was mit den im Ingwer enthaltenen Scharfstoffen begründet wird. Bei Übelkeit und Erbrechen wirkt er wie bereits erwähnt beruhigend. Und da Ingwer den Stoffwechsel anregt, hilft er auch wie die Zitrone die Pfunde purzeln zu lassen. Denn, weil er die Magensäureproduktion und die Fettverdauung unterstützt, lässt er den Hunger erst gar nicht aufkommen und sorgt für ein rasches Sättigungsgefühl.

Zu kaufen gibt es die Wunderknolle in jedem Supermarkt. Der Haken an der Sache: Ingwer ist keine heimische Frucht. Das heißt, so eine Knolle hat schon mal einen ziemlich langen Transportweg hinter sich, bevor sie in unserem Einkaufskorb landet, was der asiatischen Frucht wiederum nicht gerade die besten Noten bei der Ökobilanz einbringt. Unsere Empfehlung deshalb: Selber anpflanzen! Das ist übrigens gar nicht so kompliziert, wenn Ihr ein paar Dinge beachtet. Denn Ingwer gehört zu den Lebensmitteln, die selbst nachwachsen.

Ingwer selber ernten – so einfach geht’s

Alles, was Ihr braucht, ist ein Stück Ingwerwurzel, einen Topf, Bio-Blumenerde, ein großes Glas sowie ein scharfes Messer, um ein passendes Ingwer-Stück abzuschneiden.

Die Ingwerwurzel sollte möglichst noch frisch und fest sein, damit sie auch austreiben kann. Schneidet davon ein ca. fünf Zentimeter großes Stück ab, an dem sich noch ein sogenannter Vegetationsknoten befindet. An diesem teilen sich nämlich später die Zellen und wachsen von hier aus weiter. Legt das Stück mit der Schnittfläche nach unten in den mit Erde gefüllten Topf und bedeckt das Ganze dann mit der Blumenerde. Damit der Keimvorgang beschleunigt wird, könnt Ihr ein Glas draufstellen. So kann sich ordentlich Luftfeuchtigkeit bilden und die Keime treiben schneller aus. Wenn Ihr die ersten Keime seht, nehmt Ihr das Glas wieder weg. Jetzt müsst Ihr nur noch dafür sorgen, dass es die Pflanze schön warm und hell hat. Direkte Sonne solltet Ihr allerdings vermeiden. Wenn Ihr die Pflanze regelmäßig gießt, kann sie 60 – 120 cm groß werden. Geerntet wird die Knolle, sobald die Blätter gelb werden. Erst dann hat der Ingwer seinen typischen Geschmack und kann ausgegraben werden.

Zitronenwasser und Ingwerwasser – leckere gesunde Durstlöscher

Wenn es um gesunde Ernährung geht, steht die Zitrone dem Ingwer in nichts nach. Die saftigen Zitrusfrüchte geben nicht nur Salaten und vielen anderen Speisen den entscheidenden Frische-Kick. Mit einem täglichen Glas Zitronenwasser stärkt Ihr auch nachhaltig Euer Immunsystem. Und – by the way – Zitronenwasser löscht nicht nur prima den Durst, sondern schmeckt auch noch richtig lecker. Kein Wunder, dass um Zitronenwasser ein richtiger Gesundheits-Hype entstanden ist, der sich von Hollywood relativ schnell in der ganzen Welt ausgebreitet hat. Nicht wenige Promis schwören auf ihr tägliches Glas am Morgen. Denn es weckt nicht nur die müden Geister, es bringt auch den Kreislauf in Schwung, sorgt dafür, dass Ihr Euch fitter fühlt und hilft offensichtlich auch beim Abnehmen. Denn es kurbelt allgemein die Verdauung und insbesondere die Fettverdauung an.

Grund dafür sind zahlreiche entzündungshemmende und antibakterielle Inhaltsstoffe. Der hohe Gehalt an antioxidativem Vitamin C und sogenannten Citraten hilft außerdem dabei, den Körper zu entgiften. Bei regelmäßigem Verzehr soll Zitronenwasser einer Studie zufolge sogar Nierensteinen entgegenwirken. Durch seine leicht entwässernde Wirkung führt Zitronenwasser außerdem dazu, dass Giftstoffe schneller aus dem Körper ausgescheiden werden. Denn Zitronenwasser ist besonders reich an basischem Kalium und Magnesium und entsäuert dadurch den Körper von innen. Darüber hinaus ist Kalium übrigens auch gut für die Regulierung des Blutdrucks.

Und wie genießt man Zitronenwasser am besten? Warm natürlich. Denn lauwarmes Wasser entspricht in etwa Eurer Körpertemperatur. Dadurch könnt Ihr die Inhaltsstoffe der Zitrone praktisch sofort verstoffwechseln. Presst also einfach den Saft einer halben Bio-Zitrone aus und gebt ihn in ein großes Glas lauwarmes Wasser. Fertig! Und dann am besten jeden Morgen vor dem Frühstück genießen.

Auch Ingwerwasser solltet Ihr am besten warm, also bei Zimmertemperatur zu Euch nehmen. Schneidet dafür einfach ein paar dünne Scheiben zurecht, legt sie in ein Gefäß und übergießt das Ganze mit kochendem Wasser. Dann ca. 10 Minuten ziehen lassen und lauwarm trinken.

Heißer Ingwer-Zitronen-Tee

Und wenn Ihr Euch die volle gesunde Ladung geben wollt, dann empfehlen wir für den perfekten Start in den Tag den heißen Ingwer-Zitronen-Tee. Das treibt den Stoffwechsel an, bringt die Verdauung in Schwung, und auch Euer Immunsystem wird es Euch danken. Hier kommt unser Rezept:

Das braucht Ihr für eine Tasse

  • 2 – 3 Scheiben Ingwer
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 TL Agavendicksaft oder Ahornsirup
  • 250 ml Wasser

So geht’s

Den Ingwer in dünne Scheiben schneiden, in eine Tasse geben und mit kochendem Wasser übergießen. Mindestens zehn Minuten ziehen lassen. Anschließend die Zitrone auspressen und den Saft hinzugeben. Je nach Geschmack mit Ahornsirup oder Agavendicksaft süßen und warm genießen.

Ob Ingwerwasser, Zitronenwasser oder Ingwer-Zitronen-Tee, mit diesen leckeren veganen Gesundheits-Drinks seid Ihr vor der nächsten Erkältung auf jeden Fall gut gewappnet. Viel einfacher geht es eigentlich nicht, seinem Körper auch mal was Gutes zu tun. Probiert es am besten selbst aus und erzählt uns, wie Ihr Euch dabei fühlt. Wir freuen uns auf Eure Erfahrungsberichte.

In veggies we trust!

Foto: iStock.de/vi-mart

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