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vegan leben

In der Regel vegan!

Sorry Jungs, heute haben wir mal ein reines Frauenthema auf dem Zettel: Wir verraten Euch nämlich, wie Ihr auch in Eurer Regel konsequent vegan und nachhaltig bleibt.

Die Menstruation ist ein Thema, über das Frau nicht gerne redet. Wir heute schon! Denn wir haben uns neulich in der großen Damenrunde einmal die Frage gestellt, ob es nicht auch sinnvolle und nachhaltige Alternativen zu Binden, Slipeinlagen und Tampons für die Monatshygiene gibt. Klar sind die meisten davon aus dem Drogeriemarkt bereits vegan im Sinne Ihrer Herstellung – wenn man aber an den ganzen Müll denkt, der dabei entsteht, ist es vielleicht nicht verkehrt, mal über den Tellerrand hinauszuschauen und zu gucken, welche Möglichkeiten sich uns Frauen für die Menstruation noch so bieten.

Viel Müll – viele verschiedene Materialien

Habt Ihr beispielsweise gewusst, dass jede Frau in Ihrem Leben ungefähr 17.500 Binden oder Tampons benutzt? Da kommt dann wirklich ziemlich viel Müll zusammen. Zumal Binden & Co. nicht eben zu den besonders nachhaltigen Produkten gehören. Ganz im Gegenteil. Konventionelle Binden & Tampons … ähm Moment … ich erfinde jetzt an dieser Stelle mal ein neues Wort, damit ich nicht immer beides schreiben muss: Binden & Tampons heißen ab sofort Binpons – ja ich weiß, ich bin faul… Also: Konventionelle Binpons bestehen aus einer ganzen Menge verschiedener Rohstoffe wie Baumwolle und sogar Erdöl. Glaubt Ihr nicht? Ist aber so! Für ihre Herstellung wird Zellulose vermischt mit Baumwollfasern verwendet, die aus konventionellem Anbau Pestizide enthalten kann. Außerdem werden nahezu alle Binpon-Produkte mit Sauerstoff gebleicht, was extrem viel wertvolle Energie und natürlich kostbares Wasser verbraucht. Ein weiteres Problem: Meist sind die Binpons zusätzlich mit einem dünnen Vliesstoff oder mit Folie überzogen, sie enthalten außerdem saugfähiges Granulat aus Kunststoff und sind dann auch noch einzeln in Plastik verpackt. Puh – Ihr seht schon, in welche Richtung das geht. Binpons sind die reinsten Erdölbomben und damit eigentlich fast schon so etwas wie Sondermüll: Produziert aus einem bedenklichen Materialmix und deshalb ökologisch nicht abbaubar.

Stellt sich natürlich die Frage: Geht es nicht auch anders? Haben wir keine Alternativen für unsere Menstruation, die die Umwelt und damit die Welt unserer Tiere nicht unnötig belasten? Oh doch, die gibt es zum Glück und wir stellen sie Euch heute einmal etwas näher vor: vom Bio-Tampon bis hin zur Menstruationstasse!

Bio-Binpons: der Bio-Weg

Binden und Tampons gibt es auch in Bio-Qualität. Diese Produkte sind dann in der Regel komplett frei von Plastik und bestehen zu 100 Prozent aus Baumwolle in Bio-Qualität. Hier spart Ihr Euch also die Pestizide aus dem konventionellen Anbau und den ganzen Kunststoffberg – der Müllberg bleibt allerdings derselbe. Trotzdem sind Bio-Binpons unsere klare Empfehlung, wenn man auf Binden & Tampons nicht verzichten will. Ihr bekommt sie in Apotheken, Bio-Läden und manchmal auch in Reformhäusern. Übrigens: Da sie etwas mehr Aufwand in der Produktion benötigen, sind sie auch etwas teurer als herkömmliche Produkte. Das ist aber auf jeden Fall gut angelegtes Geld, wie wir finden. Günstiger wird es mit waschbaren Binden, die wir Euch jetzt vorstellen.

Waschbare Binden: besonders nachhaltig

Zugegeben – waschbare Binden sind nicht jederfraus Sache und klingen auch erstmal komisch. Aber sogar Eure Omas (und vielleicht auch die Mamas) haben sie noch verwendet – und die Dinger haben viele Vorteile. Waschbare Binden produzieren nämlich erstmal natürlich keinen Müll, da sie jahrelang wiederverwendet werden können. Zudem bestehen sie aus reiner Baumwolle (heute auch in Bio-Qualität) und sind damit besonders angenehm zu Eurer Haut. Ökologisch also top – doch wie schaut es hier mit der Handhabung aus? Die Binden gibt es in verschiedenen Stärken. Sie bestehen aus einer Hülle sowie einer wechselbaren Einlage, manche haben auch Druckknöpfe, durch die sie nicht verrutschen können. Nach der Benutzung könnt Ihr sie ganz einfach in der Maschine waschen. Einziger Haken: Wenn Ihr lange unterwegs seid, müsstet Ihr sie dann mit Euch herumtragen. Aber auch hierfür gibt es Lösungen. Variante 1: Für unterwegs steigt Ihr auf Bio-Binpons um. Variante 2: Ihr besorgt Euch ein kleines Täschchen für die Handtasche, in der Ihr die Binde(n) diskret aufbewahren könnt. Die waschbaren Binden findet Ihr in Bioläden oder online. Alternativ könnt Ihr sie auch selber herstellen. Eine Anleitung dafür findet Ihr hier Weiter geht es mit der nächsten Alternative: dem Menstruationsschwamm.

Menstruationsschwamm: Für die ganz natürliche Menstruation

Menstruationsschwämme werden aus reinem Naturschwamm gefertigt und funktionieren genau so, wie man sich das bei dem Wort vorstellt. Sie werden wie ein Tampon verwendet und saugen die Monatsblutung auf. Ihr großer Vorteil: Die Schwämme können ganz einfach unter fließendem Wasser ausgewaschen werden. Es entsteht also kein Müll und der Schwamm ist zudem noch sehr gut hautverträglich. Wie bei den waschbaren Binden gibt es aber auch hier einen Nachteil. Unterwegs mag den Schwamm sicher keiner so gerne auswaschen. Unser Tipp: hier hilft wieder ein kleines Täschchen, in dem man einen zweiten Schwamm zum Wechseln mitnimmt und den benutzten diskret bis zu Hause verstauen kann. Menstruationsschwämme und viele andere schöne nachhaltige Monatshygiene-Artikel findet Ihr übrigens in dem schönen Shop der Blumenkinder

Menstruationstasse: die Nischen-Alternative

Menstruationstassen sind, obwohl praktisch und nachhaltig, leider ein Nischenprodukt. Entwickelt wurden sie nahezu zeitgleich mit den Tampons, die aber mit viel mehr Werbedruck bekannt gemacht wurden. Eigentlich blöd, denn die Menstruationstasse ist ganz klar das Produkt mit der besseren Öko- und Gesundheitsbilanz. Hergestellt werden die Tassen aus Naturkautschuk oder Silikon und werden wie ein Tampon eingeführt. Durch ein Vakuum bleiben sie sicher sitzen und fangen so die Monatsblutung garantiert in wirklich jeder Situation auf. Entleert werden die Menstruationstassen ganz einfach in die Toilette. Sehr praktisch, ganz einfach und vor allem sehr müllsparend. Damit ist die Menstruationstasse – noch vor dem Menstruationsschwamm – unsere Alternative Nummer 1.

Probiert es doch einfach mal aus. Sicher: Anfangs ist das eine Umstellung – auch im Kopf. Ihr müsst Euch aber wegen der Hygiene wirklich keine Sorgen machen. Alle natürlichen und nachhaltigen Produkte für die Monatshygiene sind in diesem Punkt genau so sicher, wie die, die Ihr aus dem Supermarkt kennt. Nur dass sie eben viel nachhaltiger, besser für die Natur und damit auch besser für die Tierwelt sind.

In veggies we trust!

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