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vegan leben

In 30 Tagen zum Veganer!

Für alle, die es gar nicht abwarten können mit dem neuen veganen Leben, haben wir ein paar Tipps für einen erfolgreichen Start und ein langfristiges Durchhalten.

Phileas Fogg hat es in Jules Vernes Roman in 80 Tagen einmal um die Welt geschafft. Da sollte es doch eigentlich auch möglich sein, in 30 Tagen zum konsequenten Veganer zu werden. Wobei ja eigentlich gar nicht so wichtig ist, wie schnell man Veganer wird. Viel wichtiger ist eigentlich, dass man es dann auch wirklich bleibt und nicht wieder rückfällig wird. Deshalb nehmen wir die 30 Tage einfach mal als Ziel. Wenn es dann allerdings 32, 35 oder gar 40 Tage dauert, bis die Ernährung komplett auf pflanzliche Kost umgestellt ist, who cares?

Für alle, die es trotzdem in 30 Tagen schaffen wollen, kommt hier jetzt unser kleiner Ratgeber, mit dem die Umstellung sicher gelingt. Eine Vorbemerkung sei allerdings noch erlaubt. Wer wirklich ratzfatz seine Ernährung konsequent umstellen will, sollte sich vorher mal kurz die Typfrage stellen. Wer Dinge gerne beschaulich angehen lässt und Zeit braucht, um sich an Neues zu gewöhnen, für den ist eine schnelle Radikalumstellung eher nicht geeignet. Unser Tipp hier: besser Etappenweise vorgehen (also erstmal nur veganes Mittagessen plus gewohntes Abendessen) und sich so langsam von den üblichen Ernährungsgewohnheiten entwöhnen. Reduziert die Rückfallquote und wirkt sich positiv auf die persönliche Grundstimmung und Laune aus.

Kein Problem für Los-geht’s-Typen

Wenn Ihr allerdings mehr der Typ „Los geht’s!“ seid, dann könnt Ihr auch gleich in die Vollen gehen. Sprich: Von Tag 1 der Umstellung an verbannt Ihr alle tierischen Produkte aus Eurem Leben. Und wenn wir schreiben Leben, dann meinen wir auch Leben. Es ist also nicht bloß damit getan, Milch durch Pflanzenmilch zu ersetzen oder Fleisch, Käse und Wurst wegzulassen. Wer in 30 Tagen ein konsequenter Veganer sein will, muss auch in allen anderen Bereichen von Anfang an vegan Gas geben: Mode, Kosmetik, Haushalt, Möbel, Schuhe. Unser Tipp deshalb an dieser Stelle: Bereitet Euch gut auf Eure Umstellung vor und startet damit nicht einfach so aus einer Laune heraus. Das klappt dann sicher nicht. Stellt Euch die Umstellung vielleicht wie eine Weltreise vor. Da setzt Ihr Euch ja auch nicht direkt in den Zug und fahrt los. Vielmehr wird die Route geplant, Übernachtungen gecheckt, eingekauft, was Ihr alles braucht usw. Erst dann geht es los. Bei Eurer sofortigen Umstellung solltet Ihr das auch so machen. Denn nur mit einem guten Plan und einer guten Vorbereitung, wird der Start in ein veganes Leben für Euch auch zum Erfolg.

Helfen sollen Euch dabei unsere Tipps, wie eine radikale Umstellung auch in kurzer Zeit gelingt.

Lesen

Ganz egal, wie viel Ihr bereits über Veganismus gelesen habt: Es gibt immer wieder was Neues zu entdecken. Ob nun in veganen Blogs wie unserem, auf den Seiten der vielen veganen Institutionen, auf Facebook, Instagram, Twitter, bei Herstellern veganer Produkte und sogar aufseiten von Vegan-Hassern – überall kann man Dinge entdecken, die man als Veganer noch gar nicht kannte. Das Netz ist eine riesige Inspirationsquelle für Euer veganes Leben. Unser Tipp: Nutzt es vor der Umstellung.

Ganz wichtig finden wir in diesem Zusammenhang auch das Thema Kochbücher. Wer jetzt denkt „Hey, ich hab‘ doch schon eins!“ – keine Chance. Unsere Erfahrung hat gezeigt: ein veganes Kochbuch ist kein veganes Kochbuch. Denn die Mischung macht es erst. Außerdem haben wir gemerkt, dass sich der eigene Geschmack nach der Umstellung deutlich verändert und sich der kulinarische Horizont erweitert. Wir hatten plötzlich Lust auf Küchen, die wir vorher nicht so mochten. Beispiel gefällig? Bitte schön: Indische Currys mit Fleisch (egal welches) waren uns immer viel zu schwer und mächtig. Currys mit Gemüse lieben wir aber. Blumenkohlcurry mit Kartoffeln beispielsweise oder ein Curry aus Paprika, Zucchini und Aubergine – sooo lecker. Aber zurück zum Thema. Am besten Ihr nehmt Euch mal einen Nachmittag frei und blättert Euch in der Buchhandlung oder in der Bücherei durch so viele vegane Kochbücher, wie Ihr nur in die Hände bekommen könnt.

Und lest die Inhaltslisten der Lebensmittel, die Ihr kauft. Ihr glaubt gar nicht, wo die Industrie es überall schafft, tierische Inhaltsstoffe zu verstecken. Fragt beim Bäcker nach, was er in seine Brötchen und sein Brot reinmacht. Fragt im Restaurant nach, was genau in der Soße oder Suppe drin ist. Eigentlich kann man in der Umstellungsphase gar nicht genug fragen. Klar, manche Leute nervt das sicher. Aber (s.o.): who cares?

Hilfreich sind übrigens auch vegane Zeitschriften. Sicher, ein paar davon sind Mist. Wir haben aber in den letzten Jahren immer auch mal wieder eine Perle entdeckt. Hier findet Ihr vor allem Produktvorstellungen, Kochrezepte und manchmal auch ein bisschen was Grundsätzliches zum Thema Veganismus. Wie sagt man so schön: Lesen bildet. Wir machen daraus mal: vegan Lesen bildet Veganer

Networking

Nächster Tipp: Begebt Euch in eine vegane Community. Das kann online sein oder aber im realen Leben. Hier habt Ihr die Möglichkeit, Euch mit Gleichgesinnten auszutauschen. Ihr habt eine Frage zu veganer Mode? Die Community weiß Rat. Ihr wollt etwas ganz Besonderes Kochen? Die Community beliefert Euch mit Rezepten. Ihr interessiert Euch für das Thema Veganismus und Nahrungsergänzungsmittel? Wetten, die Community hilft Euch auch hier weiter. Ein ganz heißer Tipp sind übrigens die vielen veganen Stammtische, die jetzt überall wie Pilze aus dem Boden schießen. Adressen dafür findet Ihr im Internet – oder fragt doch einfach mal in Eurem veganen Lieblingsrestaurant nach. Manchmal treffen sich die Stammtische nämlich genau dort.

Nicht stressen

Bei allem Neuen passieren anfangs Fehler. Das ist ganz normal und auch gar nicht schlimm. Es kann also durchaus sein, dass Ihr versehentlich aus alter Gewohnheit etwas esst und dann feststellt: hoppla – da war ja jetzt was vom Tier drin. Unser Tipp, wenn das passiert: nicht stressen lassen. Es ist kein Beinbruch und Ihr seid deswegen nicht weniger konsequent. Macht dann einfach so weiter wie bisher – und seht es als Ausrutscher. Das Gute daran: Aus jedem Fehler lernt Ihr und mit jedem Fehler macht Ihr später einen weniger.

Nicht verbiegen

Wer seine Entscheidung getroffen hat, sollte sich nicht von anderen beeinflussen lassen. Die Familie findet Euren Veganismus blöd? Erklärt doch einfach mal genau, warum Ihr es macht. Die Freunde machen Veganer-Witze? Na und, googelt nach Fleischesser-Witzen und erzählt im Gegenzug die besten davon.

Wenn es aber unter die Gürtellinie geht, dann beherzigt unseren Tipp: Steigt aus der Diskussion aus. Die Erfahrung zeigt: Jemand der Veganismus ablehnt, der hat für Eure Entscheidung kein Verständnis. Bleibt bei Anfeindungen (üblicherweise meist auf Parties nach dem ein oder anderen Drink) ruhig und entspannt. Letztendlich sollt Ihr nur provoziert werden. Deshalb: Cool bleiben, Standpunkt vertreten, allerdings nicht versuchen den Gegenüber argumentativ vom Veganismus zu überzeugen. Wenn Ihr schon genügend fundierte Informationen und Fakten gesammelt (und im Kopf) habt, dann konfrontiert die Kritiker ruhig mal damit. Veganismus ist für die meisten Menschen so ähnlich wie Tempolimit auf der Autobahn: eine Einschränkung der persönlichen Freiheit. Sprich: ein sehr emotionales Thema. Fakten nehmen da gut die Emotionen raus.

Kochen, kochen, kochen

Für uns ist die vegane Küche die beste Küche der Welt – und die einfachste noch dazu. Gemüse klein schneiden, mit Gewürzen und Kräutern in die Pfanne, dünsten, rösten oder braten, fertig. Vegan kochen ist ganz leicht, abwechslungsreich (denkt nur an die vielen verschiedenen Gemüsesorten) und es geht schnell. Man kann also jeden Tag ganz einfach frisch kochen. Fertiggerichte braucht Ihr also gar keine. So wisst Ihr nämlich auch immer genau, was in Eurem Essen drin ist. Mit das Beste aber: Ihr könnt Euch das mühsame Lesen der Zutatenlisten in Minibuchstaben sparen. Und viel Geld noch dazu – denn Fertiggerichte sind im Vergleich teurer, als selbst gekochte Gerichte. Und auch hier gilt: wenn mal was daneben geht (sprich: Nicht schmeckt) – na und! Dann ist eben mal ein Essen nichts geworden. Immer noch besser, als Tofu und Soja in Schnitzel-, Würstchen- oder Sonstwasform mit Glutamat aus Plastikverpackungen zu futtern. Natürlich kann man das auch mal machen. Mal – nur nicht immer. Denn, hey, wir Veganer haben schließlich auch eine Ehre!

In diesem Sinne wünschen wir Euch einen guten Start in Euer veganes Leben. Ob nun in 30 Tagen oder in 40 Tagen. Hauptsache Ihr bleibt dann auch dabei!

Daumendrück!

In veggies we trust!

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Team von vegawatt
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