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Hier kommen unsere Tipps für veganen Brotaufstrich!

Hier kommen unsere Tipps für veganen Brotaufstrich!

Frühsommerzeit ist Picknickzeit. Und was dabei natürlich nicht fehlen darf, sind leckere Brote und Sandwiches mit himmlisch veganen Brotaufstrichen.

Fahrt Ihr auch so gerne ins Grüne zum Picknicken wie wir? Wir lieben das unheimlich: schnell ein paar Leckereien und Getränke zusammengepackt und dann ab aufs Fahrrad. Meistens fahren wir ganz ohne Ziel los und halten erst dann an, wenn sich der Hunger meldet. Unsere Freunde meinen deshalb auch immer, wir würden eigentlich nur deshalb losfahren, um einen Grund fürs Futtern zu haben. Ist wahrscheinlich was Wahres dran – bei unseren rein pflanzlichen Brotaufstrichen aber auch kein Wunder.

Unsere Tipps für vegane Brotaufstriche

Mittlerweile haben wir so viele verschiedene Rezepte für vegane Brotaufstriche zusammen, dass wir überall als die Sandwich-Chiefs bekannt sind. Dieser Ruf ist hart erarbeitet bzw. hart erfuttert, sagen wir nur. Für Euch haben wir hier einmal ein paar Tipps zusammengestellt, worauf man bei veganen Brotaufstrichen achten sollte.

Tipp 1: Selbermachen statt kaufen!

Natürlich ist es einfach und geht ratzfatz: rein in den Supermarkt, Brotaufstrich auswählen, bezahlen, raus aus dem Supermarkt, fertig. Aber mal ehrlich, so richtig lecker sind die fertigen veganen Brotaufstriche doch alle nicht, finden wir jedenfalls. Hinzu kommt: In ganz vielen davon stecken Sachen, die wir ehrlich gesagt lieber nicht essen möchten. So hat Stiftung Warentest neulich einmal knapp 20 pflanzliche Brotaufstriche unter die Lupe genommen. Das Ergebnis fanden wir sehr erschreckend: Sechs der Brotaufstriche schnitten bei Öko-Test mit mangelhaft oder ungenügend ab, in 17 Produkten fanden die Tester Mineralölbestandteile – und das sogar in einigen beliebten Bio-Produkten. Aber es geht noch weiter: Viele der getesteten Aufstriche waren teils extrem fett- und kalorienreich und die Tester fanden zudem Fettschadstoffe wie 3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureester, die als krebserregend und genotoxisch eingestuft werden. Darüber hinaus wurden in auffällig vielen Produkten neben Rückständen von gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen sowie aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen auch Weichmacher aus der Verpackung gefunden. Also uns vergeht dabei der Appetit. Deshalb machen wir unsere Aufstriche lieber selbst. Das geht übrigens ganz schnell und einfach mit ganz wenigen Zutaten. Hier findet Ihr eine kleine Auswahl unserer Rezepte.

Tipp 2: Vegane Leberwurst

Jetzt hören wir sie schon wieder lachen, unsere fleischessenden Mitbürger. Warum um Himmelswillen, fragen sie sich, müssen Veganer immer Fleischprodukte kopieren, wenn sie doch eigentlich gar kein Fleisch mögen? So liebe Freunde: Hier kommt die Antwort. Weil es lecker ist – und in diesem Fall (und nur in diesem Fall) die Kopie um Welten besser ist, als das Original. Denn unsere selbst gemachte vegane Leberwurst ist einfach nur der Hammer – und das, was drinsteckt ziemlich gesund. Ganz im Gegenteil zum Original aus tierischen Inhaltsstoffen. Wir haben uns an dieser Stelle bewusst für das Wort Inhaltsstoffe entschieden und eben nicht von Fleisch gesprochen, weil genau das nämlich nicht der einzige Bestandteil der Leberwurst ist. Denn bei manchen Sorten landen immer noch Hirn- und Rückenmark im Wurstbrät. Soviel dazu. Jetzt aber mal zum Geschmack unserer veganen Leberwurst. Würzig, kräftig, herzhaft, heimelig und natürlich hyggelig. Für noch leckerere vegane Leberwurst-Picknickbrote und Sandwiches belegen wir die Scheiben gerne zusätzlich mit frischen oder sauren Gurken und auch mal Schnittlauch. Kleine Anekdote am Rande: Wir hatten neulich Handwerker da (so richtige Kerle mit riesigen Oberarmen) – nach zwei Broten zur Stärkung haben die uns doch tatsächlich gefragt, bei welchem Metzger wir unsere Leberwurst gekauft hätten. Boing!

Tipp 3: Kokosfett und Kokosöl

Fett ist der Geschmacksträger überhaupt. Gerade für vegane Brotaufstriche bieten sich Kokosfett und Kokosöl an, da sie prima in der kalten und warmen Küche einsetzbar sind. Wir nehmen beides immer ausschließlich in Bioqualität, weil wir den Kokosgeschmack dabei noch etwas feiner und kokosiger finden. Aber Kokosfett und Kokosöl haben leider auch ein Problem: Im Gegensatz zu anderen Pflanzenfetten und Pflanzenölen enthalten sie nur gesättigte Fettsäuren, wie sie ebenso in tierischen Fetten zu finden sind und die das ungünstige LDL-Cholesterin im Blut ansteigen lassen. Oder anders gesagt: Kokosfett und Kokosöl sind genauso gesund oder ungesund wie Butter. Zwar haben Wissenschaftler in ihnen auch Fettsäuren mit mittlerer Kettenlänge, sogenannte MCTs entdeckt, die einen positiven Einfluss auf das Körpergewicht haben sollen, aber einen sicheren Beweis gibt es dafür noch nicht. Wir verwenden Kokosfett und Kokosöl deshalb immer recht sparsam und greifen im Zweifel lieber zu einer veganen Alternative. Allerdings nur dann, wenn wir auf das ausgeprägte Kokosaroma verzichten können. Deshalb verwenden wir Kokosfett und Kokosöl am liebsten bei exotischen Brotaufstrichen und wenn Curry ins Spiel kommt. Eine Ausnahme: bei unserer veganen Leberwurst. Da gehört es unbedingt rein – denn nur damit schmeckt sie erst so richtig lecker. (Und ein kleines bisschen sündigen ist ja nun auch erlaubt.)

Tipp 4: Auf die Inhaltsstoffe achten

Für alle, die ab und zu doch zu veganen Fertigaufstrichen aus dem Supermarkt greifen wollen, haben wir auch einen Tipp: Achtet unbedingt auf die Inhaltsstoffe, denn nicht alle als „vegan“ bezeichneten Produkte sind wirklich vegan. Selbst wenn „rein pflanzlich“ auf der Verpackung steht, können mitunter Dinge drinstecken, die so gar nicht rein pflanzlich sind. Oder wusstet Ihr, dass zugesetztes Vitamin D in der Regel aus dem Wollfett von Schafen gewonnen wird? Aber zum Glück gibt es ja das Siegel für vegetarische und vegane Produkte. Dieses wird vom VEBU vergeben – und auch garantiert nur an Produkte, die wirklich, wirklich vegan sind.

Tipp 5: Auf Biozutaten setzen

Bio ist gut für unsere Natur – und Bio ist gut für unseren Geschmack. Wir finden nämlich, man schmeckt sehr wohl einen Unterschied zwischen konventionellen Produkten und Bio-Produkten. (Mal ganz davon abgesehen, dass ein Verzicht auf chemische Spritzmittel ziemlich sicher auch unserer Gesundheit zugute kommt.) Deshalb kaufen wir mittlerweile nahezu alles in Bio-Qualität und versuchen, auch heimische Obst- und Gemüsesorten Bio-Regional zu bekommen. Denn Bio-Produkte, die tausende von Kilometern im Lastwagen durch Europa kutschiert werden, sind zum Schluss zwar immer noch Bio, aber dann trotzdem nicht mehr wirklich gut für die Natur.

Tipp 6: Agavendicksaft

Agavendicksaft ist ein super veganer Ersatz für Honig. Es gibt aber drei Sorten davon: Der durchsichtige Agavensirup hat einen nahezu neutralen Geschmack und schmeckt unserer Meinung nach eigentlich nach gar nichts. Deshalb verwenden wir immer bernsteinfarbenen oder dunklen Agavendicksaft. Ersterer hat einen mittelstarken Karamellgeschmack und verleiht veganen Brotaufstrichen einen ganz eigenen Geschmack. Die dunkle Variante hat eine starke Karamellnote und eignet sich deshalb eher als Topping. Dunkler Agavendicksaft enthält übrigens eine höhere Konzentration der Agave-Mineralien, da er ungefiltert ist. Unser Tipp deshalb: für alle veganen Aufstriche, bei denen eine leicht süße Note gefragt ist, einfach zum bernsteinfarbenen Agavendicksaft greifen.

Tipp 7: Richtig kühlen

Nichts schmeckt bei einem sommerlichen Picknick schlimmer als angewärmtes Brot mit zerlaufenem Brotaufstrich. Wir finden: Schön kühl und knackig muss es sein. Deshalb schlagen wir unsere Brote immer einzeln in das gute alte Butterbrotpapier ein. (Okay, wir könnten es natürlich Veganeraufstrichbrotpapier nennen …) So ordentlich verpackt kommen die Brotpäckchen dann einzeln nebeneinander in eine kleine Kühltasche mit Kühlakkus, die perfekt auf den Gepäckträger unseres Rades passt. Ganz wichtig: Beim Picknick immer nur ein Brot rausholen und dann die Kühltasche gleich wieder schließen. Wenn Ihr nämlich die Tasche die ganze Zeit offen lasst, war alles umsonst und das Brot schmeckt nicht mehr so lecker, wie es sein sollte. Wer keine Kühlakkus hat und sich auch keine kaufen mag, kann auch ein Küchenhandtuch in kaltes Wasser legen und die eingepackten Brotpäckchen darin in der Kühltasche einschlagen. Funktioniert auch, hält aber nicht ganz so lange – also eher was für die kurze Tour.

Wir wünschen Euch viel Spaß bei Eurem nächsten veganen Picknick mit vielen leckeren Brotaufstrichen.

In veggies we trust!

Foto: iStock.com/istetiana

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