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Euer neues veganes Leben: Worauf Ihr beim Start achten solltet!

Für alle, die vor dem Schritt in ein veganes Leben stehen: Wir verraten Euch, worauf Ihr bei Eurem Switch hin zu tierfreien Produkten 24/7/365 achten solltet.

Heute geht es mal um den veganen Nachwuchs: sprich um alle, die Ihre Entscheidungsfindung abgeschlossen haben und jetzt als Veganer leben wollen. Endlich vegan werden! Darauf freuen sich immer mehr Menschen. Damit es aber auch klappt, sollten konsequent von Anfang an ein paar Dinge beachtet werden. Denn nur so kann aus einer ersten Bewusstseinsänderung auch eine echte Lebensänderung werden. Hier unsere Regeln für ein neues Leben ohne tierische Produkte!

Regel 1: Kein Stress!

Veganer wird man nicht von einer Minute auf die nächste. Wer wirklich dauerhaft vegan leben möchte, sollte sich deshalb vor allem eines nehmen: Zeit. Die Entscheidung ist gefallen – jetzt kann sie schrittweise in die Tat umgesetzt werden. Und schrittweise meint auch wirklich schrittweise. Am besten Ihr bereitet Euch langsam auf die Umstellung vor. Dabei hilft es vor allem, viel zu lesen: vegane Blogs, Kochbücher, Infobücher zum Veganismus. Kurz, einfach alles, was Ihr in die Hände bekommen könnt.

Regel 2: Nicht verunsichern lassen!

Viele Menschen haben für den Schritt in ein veganes Leben kein Verständnis. Eure Familienmitglieder, sowie Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen werden Euch deshalb eine Menge Argumente liefern, warum Veganismus ihrer Meinung nach der falsche Weg ist. Häufig verbirgt sich dahinter eine Unsicherheit allem Neuen gegenüber. Deshalb: Zieht Euer Ding durch und lasst Euch nicht verunsichern.

Regel 3: Ausmisten!

Im Vorratsschrank sammeln sich eine Menge Dinge an, die man nur sehr selten braucht. Jetzt ist genau der richtige Moment, das ganze Sammelsurium einmal in Ruhe durchzugehen und auf tierische Inhaltsstoffe zu überprüfen. Sind welche drin, fliegt das Produkt aus dem Schrank. (Aber bitte nicht in den Müll damit: Es sind immerhin Lebensmittel, über die sich bestimmt ein Nicht-Veganer noch freut.) Legt Euch dann einfach einen Vorrat mit veganen Produkten an. So tappt Ihr nicht in die Falle, aus reiner Zeitnot doch wieder ein Produkt mit tierischen Inhaltsstoffen zu verwenden.

Regel 4: E-Nummern lernen!

Hinter E-Nummern verstecken sich ganz oft Zusatzstoffe tierischen Ursprungs. Diese haben in der veganen Ernährung nichts zu suchen. Da man es nur schwer erkennen kann, hilft eigentlich nur Auswendiglernen. Hier alle Nummern, die aus tierischen Bestandteilen sein können:

  • E 101 – Riboflavin
  • E 120 – Karmin (Naturfarbstoff)
  • E 132 – Indigokarmin
  • E 163 – Anthocyane
  • E 304 – Fettsäureester der Ascorbinsäure: Ascorbylpalmitat und Ascorbylstearat
  • E 322 – Lecithin
  • E 432 – Polyoxyethylensorbitanmonolaurat (Polysorbat 20)
  • E 433 – Polyoxyethylensorbitanmonooleat (Polysorbat 80)
  • E 434 – Polyoxyethylensorbitanmonopalmitat (Polysorbat 40)
  • E 435 – Polyoxyethylen-sorbitan-monostearat (Polysorbat 60)
  • E 436 – Polyoxyethylen-sorbitan-tristearat (Polysorbat 65)
  • E 442 – Ammoniumsalze von Phosphatidsäuren
  • E 470a – Natrium-, Kalium- und Calciumsalze von Speisefettsäuren
  • E 470b – Magnesiumsalze von Speisefettsäuren
  • E 471 – Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren
  • E 472a – Essigsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren
  • E 472b – Milchsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren
  • E 472c – Citronensäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren
  • E 472d – Weinsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren
  • E 472e – Mono- und Diacteylweinsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren
  • E 472f – Gemischte Essig- und Weinsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren
  • E 473 – Zuckerester von Speisefettsäuren
  • E 474 – Zuckerglyceride
  • E 475 – Polyglycerinester von Speisefettsäuren
  • E 477 – Propylenglycolester von Speisefettsäuren
  • E 479 – Thermooxidiertes Soja-Öl mit Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren
  • E 483 – Stearyltartrat
  • E 491 – Sorbitanmonostearat
  • E 492 – Sorbitantristearat
  • E 493 – Sorbitanmonolaurat
  • E 494 – Sorbitanmonooleat
  • E 495 – Sorbitanmonopalmitat
  • E 631 – Dinatriumosinat
  • E 901 – Bienenwachs
  • E 904 – Schellack
  • E 1105 – Lysozym

Regel 5: Frisch kochen!

E-Nummern-Lernen könnt Ihr Euch übrigens sparen, wenn Ihr einfach alles selbst kocht. Kein Fertigprodukt – keine E-Nummern. So einfach ist das. Das aber ist nicht der einzige Grund, selbst zu kochen. Mit etwas Übung schmeckt es in der Regel auch viel besser und intensiver, als Industrienahrung. Eine Hand voll Gemüse, ein paar frische Kräuter, Gewürze, Pasta oder Reis – vegan kochen ist nicht nur ganz einfach, sondern dank der vielen guten Inhaltsstoffe auch richtig gesund.

Regel 6: Fragen stellen!

Was ist da drin? Womit wurde das gemacht? Wurden dafür tierische Zutaten verwendet? So lange Ihr Euch nicht sicher seid: Fragt, fragt, fragt. Auch wenn es den ein oder anderen vielleicht manchmal nervt. Hier ein Beispiel: Ihr bestellt Euch beim Italiener ein Möhrenrisotto extra ohne Parmesan. Aber wisst Ihr auch, ob der Koch nicht vielleicht Butter dafür verwendet hat? Ihr freut Euch auf ein schönes Glas Saft? Aber könnt Ihr auch wissen, ob der mit oder Gelatine hergestellt wurde? Deshalb: Fragt, fragt, fragt!

Regel 6: Alles probieren!

Nach Eurer Umstellung fallen erstmal eine Menge Zutaten und damit auch Gerichte von heute auf morgen weg. Wenn Ihr nicht immer das Gleiche essen wollt, solltet Ihr Euch einmal durch die vegane Welt probieren. Wir haben es so gemacht: Für jedes neue Gericht wurde eine kleine Karte angelegt. Darauf haben wir das Kochbuch und die jeweilige Seite notiert. Dann haben wir Sterne von 1 bis 5 vergeben, wie es uns geschmeckt hat. Alles von 1 bis 3 flog raus (und es waren davon einige dabei) – 4 und 5 blieb drin. So haben wir eine Menge Neues kennengelernt, und die wirklich guten Sachen davon in unser veganes Koch-Repertoire aufgenommen.

Regel 7: Vitamin B12 zuführen!

Leider lässt sich das so wichtige Vitamin B12 nicht über eine vegane Ernährung aufnehmen, da es lediglich in tierischen Nahrungsmitteln steckt. Damit es nicht zu einem gefährlichen Vitamin B12 Mangel kommt, solltet Ihr es über ein Nahrungsergänzungsmittel oder über eine spezielle Vitamin B12 Zahnpasta aufnehmen. Unser Tipp: Fragt dazu am besten auch mal Euren Arzt und lasst auch regelmäßig Eure Blutwerte in diesem Bereich checken.

Regel 8: Keine Kalzium-Panik!

Auch ohne Milch bzw. Milchprodukte kann man seinen Kalziumbedarf ganz prima decken: über dunkelgrüne Gemüsesorten, die in der Regel eine Menge Kalzium enthalten. Auch gut als Kalziumquelle geeignet sind Nüsse, Soja und kalziumreiches Mineralwasser.

So, das waren unsere Regeln für die Veggie-Rookies unter Euch. Wir sind damit gut klar gekommen und bereits seit vielen Jahren glückliche Veganer. Natürlich lief bei uns am anfangs auch nicht immer alles glatt – aber mit den Tipps, die wir damals von Freunden bekamen, sind wir doch ganz gut in unser neues Leben gestartet. Wir hoffen, dass das auch bei Euch klappt und drücken dafür alle Daumen!

In veggies we trust!

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