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Endlich vegan! Mit 15 Tipps zum Veganer werden!

Endlich vegan! Mit 15 Tipps zum Veganer werden!

Veganer wird man nicht von heute auf morgen. Mit unseren Tipps wollen wir Euch den Einstieg leichter machen.

Ihr möchtet gerne Veganer werden, wisst aber noch nicht so genau, wie Ihr das bewerkstelligen sollt? Dann ist der Besuch auf unserem Blog schon mal der beste Anfang. Denn wie wir aus vielen Gesprächen erfahren haben, spielen unglaublich viele Menschen in Deutschland mit dem Gedanken Veganer zu werden. Und täglich werden es mehr. Kein Wunder. Wer ständig mit den Problemen der modernen Massentierhaltung konfrontiert wird, Horrorberichte über schreckliche Tierversuche lesen muss, die weltweiten Umweltsünden, die direkt und indirekt mit unserer Ernährungsweise zusammenhängen, beobachtet oder einfach die nicht enden wollenden Lebensmittelskandale der letzten Jahre verfolgt, kommt wohl früher oder später zu der Erkenntnis, dass man auch in seinem Privatleben etwas ändern sollte.

Doch wo anfangen? Wie wird man überhaupt Veganer? Wer hilft einem dabei? Ist es schlimm, wenn wir auch mal ein Schnitzel essen? Sollen wir in eine vegane Lebensweise denn überhaupt einsteigen, wenn wir doch annehmen, dass wir es am Ende nicht durchhalten? Ja, ist es überhaupt gesund und natürlich, wo wir Menschen doch angeblich Fleischesser sind? Fragen über Fragen und Bedenken über Bedenken, die dem einen oder anderen von Euch sicherlich auch bereits gekommen sind.

Unsere Antwort, die für Euch an dieser Stelle wahrscheinlich nicht überraschend kommt: Natürlich sollt Ihr den Einstieg wagen. Und um Euch die Umstellung zu vereinfachen und die Basis für ein dauerhaftes veganes Leben zu ermöglichen, haben wir Euch die 15 besten Tipps zusammengetragen, die auch uns dabei geholfen haben, Veganer zu werden.

Tipp 1: Gut informiert geht alles leichter.

Alle Informationen, die Ihr zum Thema veganes Leben sammelt, sind generell erst einmal super. Zunächst wird Euch zwar wahrscheinlich der Wust an Informationen – ob im Internet oder auch in der Fachliteratur – erschlagen. Je mehr Ihr Euch aber mit dem Thema beschäftigt, umso leichter wird es Euch fallen, auch die richtigen und wichtigen Tipps von den falschen zu unterscheiden.

Wie gesagt, mit dem Besuch unseres Blogs habt Ihr schon mal den besten Anfang gemacht. Denn wir wollen Euch so breit wie möglich über alle wichtigen Aspekte rund um das Thema vegan informieren, ohne dabei in unverständliche hochwissenschaftliche Fachdiskussionen zu verfallen. Also, lest ruhig querbeet einige unserer Artikel – das verschafft Euch schon mal als Basis einen perfekten Überblick.

Tipp 2: Alles braucht seine Zeit

Veganer wird man nicht von heute auf morgen. Nun gut, es soll auch Fälle geben, dass jemand tatsächlich von einem Tag auf den anderen sein Leben komplett umgekrempelt hat und mit einem Schlag von einer fleischlichen zu einer pflanzlichen Ernährung umgestiegen ist. Doch der großen Mehrheit von uns Veganern ist der Umstieg wohl eher in Etappen gelungen. Studien belegen z. B., dass über die Hälfte der Veganer zunächst Vegetarier waren. Erst nach dem Verzicht auf Fleisch und Fisch folgte dann der Verzicht auf Eier, dann auch auf Milch und Milchprodukte, um schließlich am Ende zu echten Veganern zu werden, für die alle tierischen Produkte tabu sind. Und die dieses Tabu dann konsequenterweise auch auf alle Lebensbereiche ausweiten – also auch auf Kosmetik oder Mode.

Tipp 3: In kleinen Schritten beginnen

Probieren geht über Studieren. Deshalb unser Tipp an Euch: Findet Euer eigenes Tempo. Vielleicht startet Ihr erst einmal mit einem veganen Frühstück oder vielleicht mit 2–3 veganen Tagen pro Woche. Schließlich braucht auch der Körper Zeit, um sich langsam umzustellen. Und das ist eben bei jedem Menschen unterschiedlich. Und genauso müsst Ihr nicht sofort Euren gesamten Kleiderschrank plündern, die Lederschuhe oder Eure Kosmetikprodukte wegwerfen. Auch hier gilt – auftragen und aufbrauchen und dann eventuell nach und nach vegan ersetzen.

Tipp 4: Was ist Euer Antrieb?

Natürlich kann die neue offensichtlich vegan lebende Freundin der Grund sein, warum man sich nun selbst auch für eine vegane Lebensweise entscheidet. Die Gefahr ist dann allerdings groß, dass mit der nächsten Freundin auch der Lebenswandel wieder geändert wird. Besser und leichter tut man sich mit der Umstellung, wenn man Veganer aus tiefster Überzeugung wird. Einige Gründe haben wir eingangs bereits beschrieben. Auch schwere Krankheiten, ein Burn-out oder Lebenskrisen können Gründe für eine radikale Ernährungsumstellung und die Entscheidung für ein veganes Leben sein. Bei den meisten von uns sind es sicher die ethischen Aspekte, insbesondere im Hinblick auf das Tierwohl und die Umwelt. Wer hier auf ein festes Fundament aufbauen kann, dem wird es mit Sicherheit leichter fallen nicht nur Veganer zu werden, sondern auch langfristig zu bleiben. Denn Euer „Warum vegan?“ ist und bleibt auch Eure tägliche Motivation.

Tipp 5: Flexibel bleiben

Seid Euch dessen bewusst. Es wird Rückschläge geben. Vielleicht verspürt Ihr plötzlich Heißhunger auf eine Currywurst oder erinnert Euch an irgendeine andere fleischliche Lieblingsspeise aus Eurer Kindheit. Selbst wenn Ihr „schwach“ werdet, ist das noch lange kein Beinbruch. Denkt dran – Ihr seid Veganer aus Überzeugung, Ihr macht das aber freiwillig. Keiner zwingt Euch und Ihr müsst auch niemandem etwas beweisen. Veganismus ist keine Religion und Ihr werdet auch von keiner höheren Macht dafür bestraft, nur weil Ihr vielleicht mal „gesündigt“ habt. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Jeder Schritt ist besser als keiner, das heißt mit jedem Schnitzel, dass Ihr weniger esst, habt Ihr schon mal etwas Gutes getan, worauf Ihr zu Recht stolz sein könnt.

Tipp 6: Richtig einkaufen

Der erste Schritt ins vegane Leben besteht im Ausmisten des Kühlschranks. Tatsächlich würden wir empfehlen, einfach mal mit einem leeren Kühlschrank anzufangen. Müsst Ihr natürlich aber nicht. Aber einfacher ist es allemal. Nehmt alles raus, bringt es zur Tafel oder schenkt es Euren Nachbarn. Und dann ab zum Bioladen oder in den Supermarkt. Fangt einfach an, setzt auf frische Zutaten und kauft erst mal frisches Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und kalt gepresste Öle. Darauf sollte eine ausgewogene vegane Ernährung basieren.
Dann schaut Euch bei den veganen Produkten um – Ihr werdet überrascht sein, was es da alles schon gibt. Nehmt mit, was Euch anlacht und probiert es zu Hause aus. Auch gerne ein paar Ersatzprodukte – also z. B. vegane Wurst oder veganen Käse. Ist nicht unbedingt gesund und lecker, erleichtert aber bei vielen den Umstieg.

Tipp 7: Kochen lernen

Besser als vegane Fertiggerichte aus dem Supermarkt zu kaufen, ist es natürlich selbst zu kochen. Schmeckt nicht nur besser, sondern ist in der Regel auch wesentlich gesünder. Außerdem macht es einfach Spaß. Deshalb unser Tipp: Besorgt Euch ein veganes Kochbuch und lasst Euch von unseren vielen Rezepten im Blog inspirieren. Oder das Beste überhaupt: Besucht einen veganen Kochkurs. Dort lernt Ihr in der Regel auch Gleichgesinnte kennen.

Tipp 8: Gemeinsam sind wir stark

Womit wir schon beim nächsten Tipp sind. Sucht Euch Gleichgesinnte, ob im Internet, über Facebook oder beim Besuch veganer Restaurants. Wenn Ihr bislang noch keinen veganen Freundeskreis habt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihr gerade zu Beginn noch auf viel Unverständnis in Eurem Umfeld treffen werdet – sei es in der Familie, bei Kollegen oder alten Schulfreunden. Deshalb ist es unglaublich wichtig, wenn man sich auch mit Menschen austauschen kann, die einen verstehen, die einem Tipps geben, mit denen man gemeinsam essen und kochen kann. Und keine Angst – Ihr werdet viele neue vegane Freunde finden – unsere Community wächst und wächst.

Tipp 9: Nicht provozieren lassen

Tatsächlich scheitert der Einstieg ins vegane Leben nicht selten am Unverständnis derjenigen, die einem am nächsten sind. Bei den Eltern kann man das noch einigermaßen verstehen und verkraften. Schwieriger wird es mit dem Partner oder den engsten Freunden. Vor allem, wenn Leute anfangen, sich lustig zu machen, einen verspotten oder aber in Diskussionen verwickeln, da kann es dann auch schon mal zu Streit, Frustration und Verunsicherungen kommen. Gut ist es deshalb, wie bereits eingangs gesagt, gut informiert und damit auch mit den entsprechenden Fakten und Argumenten gewappnet zu sein. So lassen sich allzu emotionale Diskussionen vermeiden. Und echte Freunde werden dann auch merken, wie wichtig Euch das Thema ist und hoffentlich mit mehr Verständnis, vielleicht sogar mit Ermunterung reagieren.

Tipp 10: Auf Missionieren verzichten

Umgekehrt solltet aber auch Ihr nicht diejenigen sein, die andere von der eigenen besseren Lebensweise unbedingt überzeugen wollen. Einer der ältesten Witze über Veganer sagt in diesem Zusammenhang eigentlich alles: „Woran erkennt man einen Veganer? Er wird es Dir schon erzählen.“ Die wenigsten Menschen wollen von anderen missioniert werden. Veganern wirft man aber genau das gerne vor. Und möglicherweise steckt ja auch ein Fünkchen Wahrheit dahinter. Deshalb unser Tipp: Geht mit gutem Beispiel voran, zeigt Euren Mitmenschen wie wohl Ihr Euch fühlt, aber werft ihnen nicht vor, wenn sie sich für einen anderen Weg entscheiden.

Tipp 11: Auf Nährstoffe achten

Ja, es gibt Sojapudding, vegane Pizza oder viel zu stark gezuckerte Shakes, die vielen von Euch wahnsinnig gut schmecken werden. Aber für eine erfolgreiche und vor allem gesunde Ernährungsumstellung auf vegan, solltet Ihr auf Euren Nährstoffhaushalt achten. Dazu ist es wichtig für Euch zu wissen, in welchen pflanzlichen Lebensmitteln potenziell kritische Mineralien, Vitamine und Nährstoffe wie Eisen, Jod, Kalzium etc. enthalten sind, um diese gezielt zu Euch nehmen zu können. In unserem Blog findet Ihr dazu entsprechende Artikel: Mineralien, Nährstoffe

Tipp 12: B12 Test durchführen

Vitamin B12 ist ein lebenswichtiges Vitamin, das nicht in Pflanzen vorkommt. Lasst deshalb am besten regelmäßig ein ärztliches Blutbild erstellen und nehmt alle paar Monate ein B12 haltiges Präparat ein.

Tipp 13: Offen sein für Neues

Wow? Was ist überhaupt Quinoa oder Amarant? Mit dem Umstieg auf eine vegane Ernährung ändert sich auch Euer Lebensmittellexikon. Plötzlich erscheinen völlig neue exotische Gerichte auf Eurem Speiseplan. Und wenn sie Euch beim ersten Mal noch nicht schmecken sollten, probiert sie ein paar Wochen später ruhig noch mal wieder. Denn auch unsere Geschmacksknospen müssen sich erst langsam an die vielen neuen Eindrücke gewöhnen. Doch Ihr könnt sicher sein – sie tun das. Die Natur hat unseren Körper einfach so eingestellt, dass er zunächst nach dem fragt, was er gewohnt ist. Und irgendwann sind das dann vielleicht auch die bislang ungeliebte Kohlsuppe oder der rote Beete-Salat.

Tipp 14: Mehr essen

Klingt erst mal komisch, ist aber logisch. Mit Pommes mit Schnitzel kommt Ihr natürlich schneller auf Euren täglichen Kalorienbedarf als mit Salat und Linsen. Deshalb lieber größere Portionen essen, damit Ihr nicht wegen plötzlich auftretendem Heißhunger doch zu ungesundem Junkfood greift.

Tipp 15: Organisation ist alles

Zu guter Letzt der perfekte Tipp für alle, die gerne Zettel schreiben. Macht Euch einen Wochenplan, was Ihr wann und wo essen wollt. Stellt Euch Eurer Frühstück genauso wie Eure Hauptmalzeiten zusammen und denkt auch dran für unterwegs ein paar Snacks, ob Obst, Gemüsesticks oder vegane Riegel mitzunehmen. Schreibt auch auf, wann und wo Ihr auswärts essen wollt. Mit dem Plan habt Ihr schon mal die beste Basis für Eure Einkaufs- und Kochliste. Das spart Euch Zeit und Mühe und wahrscheinlich sogar Geld, weil Ihr nicht ständig, wenn sich der Hunger meldet, in teure vegane Restaurants rennen müsst.

Wir wünschen Euch einen guten Start in Eure vegane Zukunft.

In veggies we trust!

Foto: iStock.com/oneinchpunch, iStock.com/gilaxia

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