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Clean Eating – ein neuer Name für ein altes Ernährungskonzept!

Keine künstlichen Stoffe, keine künstlich erzeugten Zutaten – beim Clean Eating geht es um pure, unverfälschte Lebensmittel

Jetzt mal ehrlich: Bei den vielen Ernährungstrends, die derzeit so aufploppen, kommt Ihr da eigentlich noch mit? Wir nicht mehr so richtig. Gefühlt kommt jeden Monat ein vermeintlich neuer Hype auf den Markt, dem dann alle nachlaufen. Wir haben dabei aber auch eines festgestellt: Oftmals sind diese ganzen neuen Ideen nur alter Wein in neuen Schläuchen. Soll heißen: Die meisten davon sind alles andere als wirklich neu.

Mit Clean Eating verhält es sich im Prinzip genauso, denn Clean Eating ist nichts wirklich Neues und kam bereits im Zuge der Bio-Bewegung auf. Was übrigens auch naheliegt, da es bei beidem darum geht, die Qualität der Lebensmittel, deren Anbau und deren Weiterverarbeitung über alles zu stellen. Jedoch ist bei Clean Eating und bei Bio die Ausprägung jeweils ein wenig anders. Bei Bio geht es vor allem im Anbau um die konsequente Vermeidung von künstlichen und chemischen Helferlein. Clean Eating hingegen verzichtet bei der Weiterverarbeitung der Lebensmittel auf künstliche Zusatzstoffe sowie künstliche Verfahren.

Clean Eating – konsequent natürlich

Oha, haben wir uns gedacht, da machen wir einen Trend mit und wissen gar nichts davon. Denn im Gegensatz zu anderen Veganern verzichten wir eigentlich komplett auf vegane Fertiggerichte oder bereits verarbeiteten Lebensmittel mit ewig langen Zutatenlisten. Wir kochen ausschließlich frisch (also jetzt ja clean) mit Zutaten vom Markt oder aus dem Bioladen. Das schmeckt nämlich nicht nur besser – das ist auch um einiges günstiger und produziert zudem deutlich weniger Verpackungsmüll.

Zutatenliste lesen

Beim Clean Eating ist es also das Wichtigste, grundsätzlich immer die Zutatenliste der Lebensmittel zu lesen, die man sich in den Einkaufskorb legt. Stellt Euch doch dazu einfach mal folgende Fragen: Was steckt alles in der Gemüsebrühe, die Ihr verwendet? Kennt Ihr die genaue Zutatenliste Eurer Pasta? Das leckere vegane Pesto aus dem Glas: Was ist da noch mal alles drin? Ganz ehrlich: Wir wussten es auch nicht aus dem Stehgreif. Wir haben uns aber neulich mal die Mühe gemacht, im Supermarkt die Zutatenlisten der veganen Produkte zu studieren. Unser Fazit: nach den strengen Maßstäben des Clean Eatings wären wir mit einem nahezu komplett leeren Einkaufskorb nach Hause gekommen. Fast alle Produkte enthielten nämlich Zutaten, die weit entfernt von allem Natürlichen sind. Kartoffelpulver, Kartoffelstärke, Zwiebelpulver, Aromen, Emulgatoren, Sojalecithin, Hefeextrakt, undefinierbare Fette, vielleicht noch ein bisschen Gentechnik dazu – also wir wollen das nicht Essen (und wir würden das auch nicht als solches bezeichnen).

Wenn es Euch auch so geht, und Ihr manchmal denkt, dass es wirklich an der Zeit ist, den eigenen Körper nicht mit unnützen verarbeiteten Produkten zu überschwemmen, dann haben wir hier ein paar tolle Tipps für Euch.

In wenigen Minuten zum veganen Clean Eater – so geht’s!

  • Frische Lebensmittel
    Okay, jetzt müsst Ihr stark sein. Denn als Clean Eater sind alle verarbeiteten veganen Lebensmittel für Euch ab sofort tabu. Frisch einkaufen, frisch kochen, frisch essen – das ist die wichtigste Regel beim Clean Eating.
  • Regional & Bio
    Das Thema Clean bezieht sich beim Clean Eating nicht nur auf die Lebensmittel, sondern auch darauf, welche Spuren Ihr Anbau in der Natur hinterlässt. Deshalb greifen Clean Eater grundsätzlich zu regionalen Lebensmitteln in Bio-Qualität. Der Vorteil: Es kommt so kein künstlicher Dünger in die Natur, giftige Pestizide werden vermieden und der hohe Energieverbrauch für lange Transportwege fällt ebenfalls weg. Unser Tipp: Am besten Ihr kauft direkt beim Biobauern in Eurer Region (und fahrt da mit dem Rad hin) oder auf einem regionalen Bio-Stand am Wochenmarkt.
  • Selbermachen
    Wenn man sich mal genau überlegt, warum Fertiggerichte gekauft und gegessen werden, dann scheint das ein paar vermeintliche Vorteile zu haben: Es geht schnell und es schmeckt immer. Doch stimmt das wirklich? Eine vegane Fertigpizza braucht etwa 20 Minuten bis sie im Ofen fertig gebacken ist – plus die Zeit für das Vorheizen. In derselben Zeit, schafft man auch locker ein leckeres veganes Risotto oder vegane Pasta mit einem schnellen veganen Pesto. Der Faktor Zeit ist also eigentlich zu vernachlässigen. Kommen wir zum Schmecken. Die meisten trauen sich heute gar nicht mehr, selbst zu kochen, weil es ja mal in die Hose gehen könnte und greifen deshalb zu verarbeiteten Lebensmitteln. Wir denken: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Klar klappt anfangs nicht gleich alles. Doch je mehr Routine man bekommt, desto einfacher geht das Selbermachen von der Hand – und desto weniger muss man bereits Verarbeitetes mit langer Zutatenliste einkaufen. Mal ganz davon abgesehen, dass es um Welten besser schmeckt, weil Ihr es nach Euren Vorstellungen würzen und zubereiten könnt.
  • Tschüss Fertigprodukte
    Alles was in Kartons, eingeschweißt, in der Dose oder in Tüten verkauft wird, sollte bei Euch ab sofort nicht mehr in die Tüte kommen.
  • Zutatenliste lesen
    Einkaufen hat ab sofort auch eine ganze Menge mit lesen zu tun. Denn die Zutatenlisten verraten Euch, was in dem jeweiligen Produkt steckt. Deshalb: Augen auf beim Lebensmittelkauf.
  • Auf Zucker & Weizenmehl verzichten
    Beides ist ebenfalls ein No-Go, lässt sich aber recht problemlos ersetzen. Weißen Zucker könnt Ihr beispielsweise durch Kokosblütenzucker oder Ahornsirup ersetzen. Alternativen zum Weizenmehl sind Quinoa, Hirse oder Dinkel.

Den letzten Punkt sehen wir aber nicht so eng. Bei uns kommt auch mal Weizenmehl auf den Tisch – und auch weißen Zucker verwenden wir ab und an mal zum Backen. Man kann sich da ruhig ein bisschen entspannt machen. Unsere Linie ist hier: Wir sind Soviel-es-eben-geht-Clean-Eater. Wir kochen frisch und vegan, kaufen keine Fertigprodukte, setzen auf Bio und Regional und lassen alles Künstliche mit Aromen, Farbstoffen und Co. weg. So macht es Spaß und so lässt es sich auch im Alltag gut umsetzen. Das schmeckt man übrigens nicht nur – das sieht man uns auch an.

Vegane Clean Eater sehen nämlich viel, viel besser aus.

In veggies we trust!

Foto: iStock.de/Milkos

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